Kreisliga A-Saison 2013/2014 im Zeichen des SC Isenstedt/SSV auswärts stärker

ISC steigt auf – und die Liga atmet auf

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In den Heimspielen lief es beim SSV (r. Artur Lymar) nicht immer rund, mehr Punkte holte der Aufsteiger auswärts.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Die Saison 2013/2014 in der Fußball-Kreisliga A ist Geschichte – jedenfalls was den sportlichen Teil anbelangt. Mit der Besetzung der Staffel für die kommende Spielzeit hat sich ja noch der Kreisfußballauschuss zu befassen. Auf jeden Fall nicht mehr dabei ist dann der SC Isenstedt, und das ist gut so. Eine der Konkurrenz so überlegene Mannschaft hat in der Kreisliga A nichts zu suchen, und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen.

Die Isenstedter haben Geschichte geschrieben. Nicht allein mit ihrem „Feier-Marathon“, den man vor zwei Jahren in Varl ähnlich ausgiebig zelebriert hat. Wohl aber mit der Tor- und Punktausbeute. 85 von 90 möglichen Zählern geholt und 115 Mal den Ball im gegnerischen Kasten versenkt – das hat es in der jüngeren Vergangenheit noch nie im Kreisoberhaus gegeben.

Deshalb wird der Mannschaft von Trainer Axel Krüger jetzt auch eine Klasse höher in der Bezirksliga eine gute Rolle zugetraut, zumal es mit Andreas Bajohr routinierte und spielstarke Verstärkung gibt. Mit Torjäger Alexander Koch, Sebastian und Christian Vogt, Christian Gieselmann, Marco Radtke, Nicki Jasinski und Jonas Lindenblatt stehen im ISC-Kader ohnehin mehrere Spieler, die bei anderen Vereinen höherklassige Spielerfahrungen gesammelt haben.

Doch die am vergangenen Sonntag ohne große Aufreger abgeschlossene Serie hat noch andere Gewinner hervorgebracht. Zum Beispiel TuRa Espelkamp und den TuS Dielingen, die beide die 60-Punkte-Marke geknackt haben und damit in einigen anderen Jahren um den Titel mitgespielt hätten. Mit dem Abschneiden in seinem Debütjahr in Dielingen kann Spielertrainer Tom Westerwalbesloh jedenfalls zufrieden sein – angesichts der bereits vermeldeten Neuzugänge dürfte die Messlatte für ihn und die Gelb-Blauen im nächsten Jahr noch ein bisschen höher liegen.

Was haben der FC Lübbecke und Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke gemeinsam? Beide kassierten im Saisonendspurt eine peinliche Heimniederlage gegen den Tabellenletzten. Damit verärgerten die Lübbecker nicht nur ihren Trainer Philipp Knappmeyer, sondern sorgten für einen schwarzen Fleck in der ansonsten ordentlichen Bilanz des Tabellenvierten.

Wo der SuS Holzhausen die Punkte liegen gelassen hat, um weiter oben mitspielen zu können, ist offensichtlich. Zyniker meinen sogar, dass die schwache Auswärtsbilanz mit nur vier Siegen Trainer Jörg Bohlmann die letzten Haare gekostet hätte... Dafür haben die Holzhauser zu Hause kräftig zugeschlagen.

BW Oberbauerschaft, VfL Frotheim (der trotz Verletzungsmisere und Mitwirken von Trainer Holger Sarres eine gute Rückrunde spielte), der VfB Fabbenstedt und Türk Gücü bilden das Mittelfeld der Liga. Nach dem kräftigen Aderlass in der Winterpause war Türk Gücü Schlimmeres prophezeit worden, doch die Espelkamper bissen sich durch und schnitten einstellig ab.

Einen starken Endspurt legte der BSC Blasheim hin. Platz zehn ist mehr, als man zwischenzeitlich zu befürchten hatte und doch weniger als vor der Saison von Trainer Thorsten Bunde erhofft. Er wollte mit den Blasheimern in die Top sechs vorstoßen, doch dafür war die Hinrunde zu schlecht. Gefeiert wurden der Klassenerhalt und der Abschied von Bunde trotzdem kräftig.

Aufsteiger

bleiben drin

Aufsteiger Blau-Weiß Vehlage bleibt drin, doch das von Trainer Heinrich Dyck vor der Saison angedeutete Potenzial der Truppe konnte diese nicht konstant genug abrufen. Wahrscheinlich wäre für die Vehlager mehr drin gewesen, wenn Leistungsträger Sergej Lauer nicht im Spiel in Isenstedt die rote Karte des Schiedsrichters zerrissen hätte.

Beim SSV Pr. Ströhen könnte man meinen, dass er nicht so gern zu Hause spiele. 16 Punkte stehen 19 gegenüber, die das Team von Trainer Toni Trucco aus der Ferne mitbrachte. Sein primäres Ziel aber hat der Aufsteiger erreicht: Die Ströher hielten sich aus dem Abstiegskampf raus und konnten den Klassenerhalt frühzeitig sichern. Platz 13 bietet Luft nach oben, zumal nach Tim Rewald jetzt in Pascal Kropp ein weiterer Hoffnungsträger zum SSV zurückkehrt.

Ein Kompliment hat sich der TuS Tengern III verdient. Als dritte Mannschaft in der Kreisliga A zu „überleben“, und das seit Jahren, ist ein Kunststück. Vielleicht eines, das bald der Vergangenheit angehört, denn in Tengern überlegt man, aus der zweiten und dritten eine Mannschaft zu machen.

Als Tabellen-14. die Klasse gehalten hat der SV Hüllhorst-Oberbauerschaft. Die Einkaufstour in der Winterpause hat sich also gelohnt. Zu den acht Punkten nach der Hinrunde kamen 21 Zähler dazu. Die kritischen Stimmen aus anderen Vereinen der Liga bleiben.

Die Absteiger – zumindest nach dem Stand der Dinge – heißen TuS Levern und HSC Alswede. In Levern keine Überraschung, sondern die logische Konsequenz einer Entwicklung, die bereits vor einem Jahr, als sich die Blau-Weißen in einem Entscheidungsspiel die Klassenzugehörigkeit sicherten, abzusehen war. Jetzt ist es an Holger Binder (dem alten Trainer) und Sebastian Schmidt (dem neuen) diese Entwicklung zu stoppen.

Spannend ist auch, wie es in Alswede weitergeht. Dort hatte man vor zwei Jahren mit Spielern wie Warkentin, Neumann und Korejtek an die Tür zur Bezirksliga anklopfen wollen – jetzt geht es für unbestimmte Zeit runter in die andere Liga mit „B“.

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