Trainer bittet um sofortige Freigabe

Knappmeyer schmeißt bei Union Varl hin

Union Varls Spielertrainer Philipp Knappmeyer (rechts) hat beim Kreisligisten hingeschmissen. Vorsitzender Uli Eikenhorst (links) Fußballobmann Mario Lange müssen nun kurzfristig einen Nachfolger finden. - Archivfoto: Russ

Varl - Der Zeitpunkt hätte kaum ungünstiger sein können. Fußball-Kreisligist Union Varl muss sich wenige Tage vor Saisonbeginn einen neuen Trainer suchen. Wie Vorsitzender Ulrich Eikenhorst mitteilt, hat der Verein den zur Saison 2015/16 gekommenen Philipp Knappmeyer auf dessen Wunsch mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.

„Er ist am Dienstag an uns herangetreten und hat uns in einem langen vertrauensvollen Gespräch seine persönlichen Beweggründe und seine Gedanken mitgeteilt und um Aufhebung seines Engagements gebeten“, so Eikenhorst. „Aufgrund der von ihm geschilderten Situation haben wir ihn daraufhin von allen Verpflichtungen befreit. Dieses wurde der Mannschaft noch am gleichen Abend mitgeteilt.“ 

Heute Abend beim Abschlusstraining verabschiedet sich Knappmeyer persönlich von der Mannschaft. Für den Saisonauftakt wurde kurzfristig eine Interimslösung installiert, zu der sich der Vorstand aber noch nicht äußern will, da am Samstag zuerst die Mannschaft informiert werden soll, so Eikenhorst. Fußball-Obmann Mario Lange bedauert Knappmeyers Schritt. Der Verein hätte gerne mit ihm weiter gearbeitet, sagte er auf Nachfrage.

Über die Motive Knappmeyers lässt sich zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. Weder der Vorstand noch Knappmeyer selbst wollen sich näher zu den Beweggründen äußern. Nach einer schwierigen Hinrunde in der Bezirksliga hatte der Trainer noch im Januar dieses Jahres seine Zusage für ein weiteres Jahr – auch in der Kreisliga – gegeben und die gute Zusammenarbeit mit Verantwortlichen und Mannschaft betont, im Interview mit dem Diepholzer Kreisblatt Anfang Juni aber auch über die Grenzen der Mannschaft gesprochen. 

Inzwischen hat sich bei ihm möglicherweise die Überzeugung gefestigt, dass er auch in Zukunft zu wenig Handlungsspielraum haben würde, um seine Spielphilosophie bei Union Varl erfolgreich umzusetzen. Immer wieder hatte Knappmeyer in der vergangenen Saison und auch in der Vorbereitung auf die aktuelle Serie den aufgrund des schmalen Kaders geringen Konkurrenzkampf beklagt. Die Mannschaft habe sich mangels Alternativen meistens selbst aufgestellt.

Das dürfte in der Kreisliga-Saison ähnlich sein, da die Varler trotz mehrerer Gespräche keine externen Neuverpflichtungen für die erste Mannschaft zu verzeichnen haben. Am Sonntag geht’s gegen den TuS Gehlenbeck, der sich mit seinem neuen Trainer Frank Zapatka ein ähnliches Ziel gesetzt hat wie die Varler: Die Saison im oberen Drittel der Tabelle beenden.

mer

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