Fußball-Bezirksliga: Varler stolz auf Bestätigung / Planung für nächste Saison

Klassenerhalt – eine gefühlte Meisterschaft

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Der Blick sagt alles: Uli Eikenhorst ist stolz auf seine Jungs. Mit dem Klassenerhalt gelang den Varlern ein fast ebenso wertvoller Erfolg wie beim Aufstieg vor einem Jahr. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthVARL · Die Spieler tanzten im Kreis, Kapitän Sven Kassen spritzte mit der Wasserflasche und Bierduschen in Lightversion gab es auch. Wer es nicht besser wusste, hätte am Sonntag Nachmittag auf dem Bergsportplatz in Hausberge meinen können, die Gäste aus  Varl feierten den Gewinn der Meisterschaft. Und ganz daneben liegt man damit nicht: Für den Aufsteiger ist der Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga ein ähnlich großer Erfolg wie die Kreismeisterschaft   vor einem Jahr.

„Den Klassenerhalt haben uns sicherlich nicht viele zugetraut. Er ist eine Bestätigung für das, was wir in den letzten Jahren in Varl aufgebaut haben. Jetzt sind wir richtig in der Bezirksliga angekommen“, betonte Vereinsvorsitzender Uli Eikenhorst. Stolz und Erleichterung nahmen er und die Varler nach dem erlösenden 2:0-Sieg mit auf die lange aber launige Rückfahrt, die am Gasthaus „Zum Goldenen Hecht“ endete, aber bei weitem nicht das Ende der Feierlichkeiten bedeutete.

„38 Punkte in der ersten Bezirksligasaison, das ist sehr anständig“, meint Mario Lange. Der Sportliche Leiter der Union telefonierte während der Partie, doch angesichts des eigenen 2:0- Vorsprungs in Hausberge hätten die Konkurrenten ohnehin spielen können, wie sie wollten. Die Varler hatten ihr sportliches Schicksal selbst in die Hand genommen und ließen es nicht mehr los. „Das ist vor allem ein Verdienst unseres Trainers Sebastian Numrich. Er hat seine eigene, ruhige Art, mit der er die Jungs zum Klassenerhalt geführt hat“, betont Mario Lange.

„Es wäre total ärgerlich gewesen, wenn wir den Vorsprung, den wir ja vor einigen Wochen noch hatten, verspielt hätten“, war auch Andre Lange erleichtert. Varls Torjäger bezeichnet den Klassenerhalt als verdient, „weil wir bis auf das Hinspiel in Frotheim gegen alle Mannschaften von unten gewonnen haben.“

Die letzte Spiel in Hausberge war quasi ein Spiegelbild des Varler Saisonverlaufs. Bei einer 2:0-Führung vermeintlich schon in Sicherheit, machten es die Rot-Weißen noch mal spannend. „Wenn der Elfmeter rein geht, wird es noch mal eng“, gibt Pascal Meier zu. Seinen Treffer zur frühen Führung hatte Andre Lange zum 2:0 ausgebaut, doch in der zweiten Halbzeit hätte die Partie durchaus kippen können, was nicht zuletzt Torhüter Marcel Redeker mit einem gehaltenen Elfmeter zu verhindern wusste. „Wir scheinen die Dramatik zu brauchen“, hatte Pascal Meier gut lachen.

Varls Trainer Sebastian Numrich hätte lieber mitgespielt. „Auf dem Feld kann man viel besser etwas gegen die Nervosität tun und das Spiel mehr beeinflussen, so ein wichtiges Spiel von draußen anzuschauen, ist ja Horror“, so Numrich.

„Ein Riesenstein vom Herzen gefallen“ war nach dem Schlusspfiff in Hausberge auch Sven Kassen. Der Varler Kapitän hatte sich in der Vorschau auf das Spiel verbal ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt und keine Zweifel daran gelassen, dass er und seine Mannen das Spiel gewinnen würden. Und Kassen behielt Recht: „Hab ich dir doch gesagt...“

Kassen: „Hab ich

dir doch gesagt...“

Jetzt geht es in Varl darum, die Weichen für die zweite Bezirksliga-Saison zu stellen. „Wir wollen uns in der Offensive verstärken“, sagt Trainer Sebastian Numrich und hat dabei Marius Helmich vom TuS Levern im Blick. „Sicherlich wollen wir uns verstärken. Doch unsere Spieler haben ja gezeigt, dass sie Bezirksliganiveau besitzen. Deshalb müssen Neuzugänge schon sehr gut zu uns passen“, ergänzt Mario Lange.

Äußeres Zeichen des Zusammenhalts ist auch die Tatsache, dass „die Mannschaft so zusammenbleibt und uns niemand verlässt“, sagt Numrich. Um auch weiter in Feierstimmung zu bleiben, begibt sich ein Teil des Varler Teams am Freitag auf Mannschaftsfahrt nach Mallorca. Danach ist „richtiger“ Urlaub angesagt, ehe Sebastian Numrich am 12. Juli mit der Vorbereitung auf die kommende Serie beginnen wird – dann erneut in der Bezirksliga.

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