Handball-Bundesliga: Unglücklicher TuS sinkt nach Berlins Siegtor zu Boden

Kein Handball-Gott, aber ein Heinevetter

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Kreiszeitung Syke

Lübbecke - Von Andreas GerthEinen gerechten Handball-Gott kann es nicht geben. Ansonsten wäre er am Samstagabend in der Merkur-Arena in Lübbecke gewesen und hätte verhindert, was sich im Spiel des TuS N-Lübbecke gegen die Füchse Berlin in den letzten Sekunden zugetragen hat: „Buhmann“ Silvio Heinevetter wird zum Matchwinner der Berliner, denen zwei Sekunden vor Schluss der sehr, sehr glückliche Siegtreffer zum 29:28 gelingt. Die Spieler des TuS N-Lübbecke sinken zu Boden, werden kurz darauf aber vom Publikum gefeiert.

„Ich bin völlig leer. Unfair, das Ergebnis ist einfach unfair“, brachte Arne Niemeyer in einer ersten Stellungnahme heraus. Er und seine Mannen („wir waren die bessere Mannschaft“) hatten in der umkämpften Partie gegen den Tabellendritten mit 28:26 (54.) geführt, in den letzten sechs Spielminuten – die Zuschauer standen bereits – jedoch keinen Treffer mehr erzielen können. Niemeyer: „Man fragt sich, was man hätte anders machen können, aber eine Antwort habe ich nicht.“

„Es war ein schöner Traum“, seufzte TuS-Chef Armin Gauselmann. Zum Zeitpunkt seiner Aussage stand es 28:28 und die Partie auf Messers Schneide, doch der Sprecher des Wirtschaftsbeirates schien zu ahnen, was passiert. Nach Zuspiel des wie schon gegen Lemgo sehr starken Gabor Langhans (sieben Tore und zahlreiche Assists) warf Tim Remer den Ball ins Tor, doch die Schiedsrichter gaben den Treffer nicht und entschieden stattdessen auf Siebenmeter. „Wenn die Schiedsrichter das Foul an Remer ahnden und auf Siebenmeter entscheiden, müssen sie auch eine Zweiminutenstrafe geben“, analysierte TuS-Geschäftsführer Uwe Kölling. So aber schien wohl jeder der 2486 Zuschauer zu spüren, wie dieses aus Sicht der Gastgeber beinahe schon tragische Handball-Drehbuch zu Ende geschrieben würde, als Berlins Torhüter Silvio Heinevetter von gellenden Pfiffen des Lübbecker Publikums begleitet in seinen Kasten schritt und sich vor dem ausführenden Dennis Wilke aufbaute...

TuS-Trainer Dirk Beuchler begann seine Analyse mit „sch...“, entschied sich dann aber für das Wort „schade“. „Gegen Göppingen haben wir unentschieden gespielt, in Lemgo mit einem Tor gewonnen, heute mit einem verloren. Ich bin trotzdem sehr stolz auf die Mannschaft. Sie liefert momentan ein sehr hohes Pensum ab und hat auch heute einen Top-Job gemacht.“

Die Ausführungen von Berlins Trainer Dagur Sigurdsson lassen sich auf einen Kernsatz reduzieren: „Wir haben Glück gehabt, keine Frage !“

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