Mit Dirk Beuchler als neuem Trainer setzt beim TuS N-Lübbecke das Umdenken ein

Mit jungen Spielern die Bundesliga „rocken“

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Kennt Lübbecke aus vergangenen Tagen als Spieler und will die Halle wieder voll machen: TuS-Trainer Dirk Beuchler. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthDa saßen sie nun artig nebeneinander: Der schüchterne Fabian Lieb, der dunkelhäutige Ramon Tauabo, Gabor Langhans mit moderner Fönfrisur, der schlaksige Malte Semisch und Maximilian Schubert mit einem deutlich sichtbaren Tattoo, keiner älter als 24. Wären die fünf nicht einheitlich mit einem langweiligen, blauen Poloshirt mit dem Logo ihres neuen Arbeitgebers ausgestattet worden, hätte das Quintett bei seiner Vorstellung glatt als Boygroup durchgehen können. Gar nicht weit hergeholt übrigens, denn beim TuS N-Lübbecke will man die Handball-Bundesliga ab sofort mit jungen, deutschen Spielern „rocken“.

„Stolz ist das erste Wort, was mir einfällt. In der Vergangenheit hatten wir an gleicher Stelle einen oder zwei deutsche Spieler sitzen, jetzt sind es neun von 16 im gesamten Kader. Das können nicht viele Vereine in Handball-Deutschland von sich behaupten“, sagte TuS-Chef Armin Gauselmann am Dienstag in der VIP-Lounge der Merkur-Arena und blickte darauf sofort zu seinem Nebenmann – dem Mann, der für das Umdenken, den Umbruch beim TuS N-Lübbecke steht: Dirk Beuchler. Er ist als neuer Cheftrainer der Ostwestfalen mit einem Drei-Jahres-Vertrag ausgestattet worden und überzeugt: „Ich habe das so zwei Jahre in Lemgo praktiziert, das ist der richtige Schritt.“

Ganz neue Töne also beim TuS N-Lübbecke, der in der Vergangenheit nicht selten auf fertige, gestandene Spieler aus dem Ausland setzte. Jetzt will man im „Stärksten Dorf im Land“ die Bundesliga auch mit jungen Spielern „rocken“ und gleichzeitig neue Fans anlocken. Beuchler: „Ich will, dass die Halle wieder voller wird. Ich weiß, dass das nicht einfach wird und wir Geduld haben müssen. Doch das ist mein Ziel.“

Als ehemaliger Spieler und bulliger Kreisläufer des damaligen TuS Nettelstedt kann sich der 42-Jährige noch sehr gut daran erinnern, „dass die Leute am Samstagabend erst zum Handball und dann in die Stadt gegangen sind. Es wäre schön, wenn wir da wieder hinkommen würden.“ Dafür möchte Dirk Beuchler „die jungen Spieler und die Mannschaft weiterentwickeln und schnellen, attraktiven Handball ohne viele taktische Wechsel anbieten“. Das werde nicht von heut' auf morgen umsetzbar sein. „Deshalb habe ich ja auch für drei Jahre unterschrieben“, betont Beuchler.

Ergebnisse wird der Nachfolger von Gennadij Chalepo natürlich auch liefern müssen. Gemessen wird er an Platz zwölf aus der Vorsaison. „Von Platz sieben bis dreizehn war es relativ eng. Unsere Stammformation mit den erfahrenen Spielern steht. Dazu kommen jetzt gute, junge, deutsche Spieler, die heiß sind und ihre Chancen bei mir bekommen werden“, unterstreicht der neue Coach. Oder wie Armin Gauselmann sagt: „Die Jungen sollen den Alten ruhig ein bisschen Dampf unterm Kessel machen.“

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