Am 16. Juli kommt der WM-Pokal nach Varl/Erlebnistag und Herausforderung

Ein Dorf und ein Verein machen sich bereit

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Vorfreude auf den WM-Pokal-Tag: Kandy May (oben v.l.), Lars Meier, Andre Lange, Ingo Schmalgemeier, Sandra Eikenhorst, Florian Haase und Uli Eikenhorst sowie (unten v.l.) Marvin Koch, Marcel Redeker, Maskottchen Varli, Stefan Hartmann und Miriam Pöttker.

Rahden - Von Andreas Gerth. Schwarz-rot-goldene Fahnen im Varler Ortskern, Häuser, die im Deutschland-Look geschmückt werden und ein Dorf im Fußball-Fieber – ja, ist denn schon wieder WM? Danach sieht es jedenfalls aus am Donnerstag, 16. Juli, wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der WM-Pokal ins Ostwestfälische nach Rahden-Varl kommen und ein positiv-verrücktes-Fußball-Dorf und seine 2000 zu erwartenden Gäste die Uhr um ein Jahr zurückdrehen.

Es war am 13. Juli 2014 in Rio de Janeiro, als ein gewisser Mario Götze im WM-Finale gegen Argentinien den Siegtreffer erzielte und den goldenen Pokal nach Deutschland holte – und dort geht er nun auf „Ehrenrunde“.

Auf die so genannte Initiative des DFB bewarben sich 800 Vereine, 63 wurden ausgewählt und können sich bereit machen für den Besuch des WM-Pokals. Im schon jetzt langsam aber sicher unruhig werdenden Rahden-Varl ist der große Tag der 16. Juli 2015.

„Das Event wird sicherlich einzigartig werden“, betont Uli Eikenhorst. Er und seine Mitstreiter vom Varler Organisationsteam blicken dem prominenten Besuch mit Euphorie und geballter Vorfreude entgegen. „Denn so etwas erlebt man bestimmt nur einmal.“

Einmalig ist auch der Aufwand, die die Varler betreiben. Sie fahren ganz groß auf. Das Ziel: Das Sportgelände, den „United-Park“, in ein Volksfest verwandeln. Geplant sind eine Aktionsbühne mit Moderation und Interviews, Live-Musik, Einlagespiele, eine Schlemmermeile mit fünf Anbietern, ein Erlebnispark für Kinder mit „Powershoot“ und Soccercourt und eine Gesundheitsmesse mit verschiedenen Ausstellern im eigenen, 200 Quadratmeter großen Zelt – und mittendrin die zwei Trucks des DFB, in denen der WM-Triumph von 2014 mitsamt des goldenen Pokals noch einmal auflebt.

„Es soll ein Erlebnistag für Mama, Papa, Opa, Oma und Enkel werden“, formuliert Uli Eikenhorst das ehrgeizige Vorhaben. In Sachen Sicherheit und Infrastruktur bedeute das Großevent mit rund 2100 Gästen eine neue Dimension für den Verein, dessen erste Mannschaft in der Bezirksliga spielt. Circa 2000 Parkplätze auf Wiesen der Anwohner werden präpariert, die Leverner Straße wird am Veranstaltungstag gesperrt, die Zubringer in Einbahnstraßen umfunktioniert, alles in Absprache mit der Stadt Rahden und den Rettungsdiensten. „Das Sportgelände wird nicht wiederzuerkennen sein. Eine ganz große Nummer und neue Herausforderung für den Verein und uns Helfer“, unterstreicht Florian Haase vom Organisationsteam.

„Dafür braucht es natürlich ein paar Verrückte“, lacht Uli Eikenhorst. Der Vorsitzende der SpVg. Union Varl dürfte damit nicht zuletzt Kandy May aus den eigenen Reihen meinen.

„Dafür braucht man

ein paar Verrückte“

Der nämlich schlüpfte für das Bewerbungsvideo an den DFB in die Rolle von Franz Beckenbauer, der den Varlern einen Besuch abstattete und sich vor Ort ein Bild von den Varlern machte. Die hatten für ihr Video 270 Menschen zusammengetrommelt. Allesamt Positiv-Verrückte, die nun langsam aber sich damit anfangen werden, Varl zum WM-Ort zu machen.

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