Jugendförderverein Stemweder Berg geht in fünftes Jahr/Noch nie so viele Spieler

„Eine Bestätigung, dass das Ding funktioniert“

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Essenziell wichtig für den JFV Stemweder Berg: Das Team der Trainer und Betreuer mit (obere Reihe v.l.) Sven Hartmann, Dennis Höber, Thomas Sandmöller, Sven Hohnstädt, Christoph Kollweier und Dirk Nürnberger sowie (untere Reihe v.l.) Wolfgang Lekon, Stephan Sander, Dietmar Engelbrecht, Wilhelm Beneker und Marcel Henkel. Es fehlt Nico Engelbrecht.

Stemwede - Von Andreas Gerth. Am Mittwoch steht für die Jugendfußballer die erste Runde im Kreispokal an, der Auftakt in der Meisterschaft folgt am kommenden Wochenende. Einen Achtungserfolg kann der Jugendförderverein (JFV) Stemweder Berg schon vor dem Anpfiff zur Saison 2015/2016 verbuchen: Die Jugendfußball-Kooperation der Vereine TuS Dielingen, TuS Levern und TuS Stemwede steht auf festen Füßen und geht in ihr fünftes Jahr.

„Vor dieser Saison haben wir die höchste Anzahl an Spielern seit es den Jugendförderverein gibt. Für uns eine Bestätigung, dass das Ding funktioniert“, betont Stephan Sander.

Sander gehört wie Wilhelm Beneker der Fußballabteilung des TuS Dielingen an, doch genau dieses Vereinsdenken stehe hinten an, wenn es um die gemeinsamen Belange im JFV Stemweder Berg gehe. Das wurde beim Präsentationstag der Mannschaften in Wehdem auch nach außen hin deutlich. „Dank eines Sponsors haben wir alle Teams mit Trainingsanzügen ausstatten können. Und dabei haben wir uns ganz bewusst für die Farbe Grün entschieden, die kein Verein der Kooperation im Wappen hat. Es geht darum, Vorbehalte abzubauen und zu zeigen: 'Wir sind jetzt ein Verein'“, unterstreicht Sander.

Den Vorstellungstag könne man sicherlich noch verbessern und ausbauen, doch das, erklärt Sander, lieber in Ruhe, Step by Step und dafür lieber nachhaltig – so wie die gesamte Entwicklung des Jugendfördervereins. „Wir wollten keinen Schnellschuss und sind angetreten, um dauerhaft zusammenzuarbeiten. Wenn wir es machen, machen wir es auch richtig.“

Idee mit

Leben gefüllt

Vorher, so Sander, seien in den Vereinen Löcher gestopft worden. Daraus entstand die Idee, die Kräfte zu bündeln samt der Gründung des JFV 2010. „Doch das allein hätte nicht gereicht. Man muss das Vorhaben konkret mit Leben füllen“, ergänzt Stephan Sander. Es blieb keine heiße Luft. Zwei Neuner-Bullis für den Trainings- und Spielbetrieb wurden angeschafft. Jeder Verein der Kooperation hat Trainer und Betreuer zu stellen. Ein sechsköpfiges Leitungsgremium wurde installiert und trifft sich alle vier Wochen. „Organisation und Logistik müssen stimmen. Dazu gehört auch eine solide finanzielle Struktur im Hintergrund. Sonst ist das Ganze schnell wieder vorbei“, gibt der 46-Jährige zu bedenken.

Vor der fünften Saison darf die Entwicklung des JFV Stemweder Berg als positiv bezeichnet werden. Gemeldet für den Spielbetrieb sind eine A-Jugendmannschaft, jeweils zwei B- und C-Juniorenteams und sogar drei Teams bei den D-Jugendlichen – in Zeiten geburtenschwacher Jahrgänge wohlgemerkt.

„Bei den D-Junioren haben wir 45 Spieler, und die Vereine könnten eigenständige Mannschaften stellen, doch das ist nicht im Sinne der Kooperation“, stellt Stephan Sander klar. Schließlich seien die Vereinsfarben jetzt grün-weiß. Sander: „Einen Weg zurück gibt es nicht mehr.“

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