Handball-Bundesliga: Ersatzgeschwächter TuS will heute in Lemgo gewinnen

Jetzt muss Niemeyer in die Bresche springen

Lübbecke - Von Andreas GerthAls Dirk Beuchler am 22. Dezember 2012 mit dem TBV Lemgo in Lübbecke auflief, waren die Gäste personell arg gebeutelt und der TuS der Favorit – Lemgo gewann trotzdem. Ein ähnliches Kunststück will Beuchler heute Abend mit dem TuS N-Lübbecke im Ostwestfalen-Derby beim TBV Lemgo hinbekommen. Anwurf in der Lipperlandhalle ist um 19 Uhr.

Linkshänder Jens Schöngarth fällt aus, der Slowene Ales Pajovic – wenn nicht noch über Nacht ein medizinisches Wunder geschieht – ebenfalls. „Meine beiden zuletzt wichtigsten Rückraumspieler“, klagte Beuchler nach dem teuer bezahlten Unentschieden gegen Frisch-Auf Göppingen. Und doch gibt sich der Trainer des TuS N- Lübbecke trotzig: „Es spricht nichts dagegen, dass wir trotzdem eine gute Leistung bringen.“

Einer, der in die Bresche springen soll, ist Arne Niemeyer. Er spielt seit 2009 für den TuS und bringt jede Menge Erfahrung mit, und doch hatte ihm zuletzt der 34-jährige Pajovic den Rang als Erstbesetzung im linken Rückraum abgelaufen. Jetzt soll Niemeyer im Prestigeduell gegen Lemgo die Kastanien aus dem Feuer holen. „Ich bin schon lange dabei und mache mir deshalb nicht so viele Gedanken. Ich freue mich auf das Spiel“, sagt Niemeyer.

Auch sein Trainer will nicht jammern, obwohl die Ausfälle vor den beiden aufeinander folgenden Spielen heute in Lemgo und am Samstag zu Hause gegen die Füchse Berlin zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommen. „Ich kenne diese Situation aus meiner Zeit in Lemgo. Dort haben wir fast nie mit dem vollen Kader spielen können. Wir haben noch immer eine gute Mannschaft, die stark genug ist, um in Lemgo zu gewinnen“, beharrt Beuchler.

In Lemgo kann sein Nachfolger Niels Pfannenschmidt aktuell auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Der kommt mit einer interessanten Mischung daher. Auf der einen Seite viele junge, zur Hoffnung Anlass gebende deutsche Talente wie Julian Possehl, Max Höning, Finn Lemke, Patrick Zieker und der zum Super-Cup erstmals in die A-Nationalmannschaft berufene Hendrik Pekeler. Die nötige Erfahrung und Abgeklärtheit im TBV-Team bringen Rolf Hermann, Benjamin Herth, Jens Bechtloff und Florian Kehrmann mit. Eine Mannschaft, die Dirk Beuchler mitgestaltet hat.

„Das Gros der Mannschaft spielt ja schon längere Zeit zusammen. Besonders in eigener Halle ist Lemgo sehr gefährlich“, so Beuchler mit Blick auf die Lipperlandhalle, die 5000 Plätze bietet und in der sich der TuS-Coach natürlich bestens auskennt. In der laufenden Saison konnte der TBV nur das erste (gegen Gummersbach, 28:27) von bislang fünf Heimspielen gewinnen.

TBV: Erst ein

Heimspiel gewonnen

Die nächsten Punkte aus der Lipperlandhalle will nun der TuS N-Lübbecke entführen und strahlt Selbstbewusstsein aus nach nur einer Niederlage (in Magdeburg) in den letzten sieben Spielen. Dirk Beuchler: „Das Team setzt im Moment viele Dinge um, die wir erarbeiten. Wir haben uns Selbstvertrauen geholt und wollen jetzt auch in Lemgo gewinnen“ – wenn es sein muss, auch mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft.

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