SSV Pr. Ströhen steckt nach 0:2-Niederlage noch tiefer im Abstiegskampf

„Jetzt haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand“

Verzweiflung machte sich bei SSV-Co-Trainer Stefan Windhorst breit nach der Niederlage gegen den BSC Blasheim.  - Foto: Pries

Pr. Ströhen - Von Willi Pries. Statt eines Befreiungsschlages wurde es eine Niederlage, und somit ist beim SSV weiterhin Zittern angesagt. Mit 0:2 (0:1) verlor der SSV Pr. Ströhen sein Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten BSC Blasheim und steckt nach der Niederlage mehr denn je in Abstiegsgefahr.

„Das war mehr als ein Sechs-Punkte-Spiel. Jetzt haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand“, ärgerte sich Pr. Ströhens Co-Trainer Stefan Windhorst, der nach dem Abpfiff mit leerem Blick auf dem Spielfeld stand. Die Nordkreisler haben zwar noch zwei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen, der SV Börninghausen hat aber auch noch zwei Spiele weniger als der SSV. Der nun punktgleiche BSC Blasheim hat gleich drei Spiele weniger, in denen er den Pr. Ströhern davon ziehen kann.

Nachdem das Spiel in Pr. Ströhen über weite Strecken dahin geplätschert war, nahm es am Ende noch einmal Fahrt auf. Die Blasheimer führten durch einen Treffer von Tom-Frederic Borchard seit der 9. Minute mit 1:0, und die Pr. Ströher versuchten zunächst vergeblich, in die Nähe des Gäste-Tores zu kommen. „Das war mir insgesamt zu wenig, wir haben nicht genügend investiert. So kann man am letzten Spieltag auftreten, wenn alles entschieden ist“, bemängelte Spielertrainer Marcel Katt nach dem Spiel.

Seine Mannschaft versuchte immer wieder, sich spielerisch aus der Defensive zu lösen, spielte dabei aber mit dem Feuer. Einige heikle Abspiele in der SSV-Abwehr konnten die Blasheimer zwar abfangen, machten dann aber zu wenig daraus. „Da haben wir uns nicht gut angestellt. Wir hätten früher für Ruhe sorgen können“, so BSC-Coach Sebastian Numrich später.

Und so brachte sich sein Team fast noch um den wichtigen Sieg. Mit einer äußerst dummen Aktion handelte sich Rico Heuchel einen Platzverweis ein. „Der Ball war im Aus, du Bastard“, schrie Heuchel SSV-Kapitän Jan Rewald an, nachdem er einen Ball im Zweikampf im Toraus gesehen haben wollte. Jedem am Sportplatz war klar, dass diese Beleidigung einen Platzverweis zur Folge haben würde. Schiedsrichter Guido Sudeck blieb nach dieser Szene kein Entscheidungsspielraum, und der Blasheimer trottete schuldbewusst in Richtung Kabine. „Rico ist immer sehr engagiert und emotional dabei. Aber er weiß auch selbst, dass er da Mist gebaut hat und saß entsprechend deprimiert in der Kabine“, so sein Coach.

Die Pr. Ströher warfen in Überzahl noch einmal alles nach vorne und wären beinahe belohnt worden. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld konnte BSC-Keeper Tim Westerhold das Leder nicht richtig festhalten, Marcel Katt setzte nach und drückte den Ball zum vermeintlichen Ausgleich über die Torlinie (86.). Der Referee hatte jedoch ein Foulspiel des Pr. Ströhers erkannt, gab statt des Tores einen Freistoß für die Gäste und handelte sich wütende Proteste der Heimmannschaft ein, die sich auch nach dem Schlusspfiff fortsetzten. „Wenn er auf Abseits entschieden hätte, hätte ich es noch verstanden. Aber ein Foulspiel war es ganz sicher nicht“, haderte der verhinderte Torschütze nach dem Spiel.

„Da haben wir Glück gehabt“, räumte auch Numrich ein. Als Tim Obermann in der Nachspielzeit gegen die aufgerückten Pr. Ströher das 0:2 erzielte, war das Spiel endgültig gelaufen und wurde auch nicht mehr angepfiffen. „Wir haben viele lange Bälle der Pr. Ströher zugelassen und hatten das Glück, dass sie das nicht nutzen konnten. Vielleicht ein etwas glücklicher, aber ein sehr wichtiger Sieg für uns“, resümierte Numrich.

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