Fußball: Saison in Kreisliga B verspricht spannend zu werden / Elf erste Mannschaften / Für Oppendorf wird's schwer

Jäger aus dem Nordkreis

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Möchte die Eintracht in der neuen Saison auf einen Spitzenplatz in der Kreisliga B führen: Tonnenheides Kapitän Torsten Bohnhorst. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthSTEMWEDE/RAHDEN · Elf erste Mannschaften – so namhaft besetzt wie in der bevorstehenden Saison 2013/2014 war die Fußball-Kreisliga B wohl noch nie. Entsprechend heftig dürfte das Gedränge an der Tabellenspitze werden, wo sich gleich mehrere Mannschaften Hoffnungen auf die maximal drei Aufstiegsplätze machen können. Die fünf Reservemannschaften, darunter die drei Aufsteiger SuS Holzhausen II, SV Schnathorst II und Union Varl II, werden in dieser starken B-Liga einen schweren Stand haben.

Schnathorst, Tonnenheide, Oppenwehe, TuSpo Rahden, Gehlenbeck, Börninghausen, Stemwede, OTSV – für die Spitzenplätze gibt es jede Menge Kandidaten. Offen vom Titelgewinn beziehungsweise Aufstieg spricht allerdings niemand. Nur einer traut sich ein wenig aus der Deckung. Schnathorsts neuer Trainer Christoph Kuhlmann kündigt an: „Wir wollen oben angreifen !“

Für diese offensive Vorgabe des erst 23-jährigen SVS-Coach gibt es mindestens drei gute Gründe: Benedikt Ruschmeier, Stürmer Florian Miegel (beide vom SuS Wulferdingsen) und Maurice Korff (Tengern II). Alle drei haben schon in der Bezirksliga gekickt.

Die Jäger des SVS könnten aus dem Nordkreis kommen. Aus Rahden mit der Eintracht und dem TuSpo und aus Stemwede mit dem TuS und FCO. „Wir müssen nicht unbedingt aufsteigen, wenn es dann aber doch klappen sollte, würden wir uns nach einigen Jahren in der Kreisliga B sehr darüber freuen“, sagt der Oppenweher Uwe Brockschmidt.

Brockschmidt: Wenn's

klappt, freuen wir uns

Er und Trainer Vedat Seyhan sehen die Mannschaft mittlerweile gefestigt. „Deshalb kann ich mir das Ganze jetzt von draußen angucken“, lacht Seyhan. Seine verlängerten Arme auf dem Platz sind Sascha Schmidt, Sigi Giesbrecht und Michael Meier. In der vergangenen Saison überraschte der FC Oppenwehe mit 60 Punkten und Platz fünf, da liegt nun die Messlatte für den FCO.

Eintracht Tonnenheide schaffte im Endspurt sogar den Sprung auf Platz drei. Ein versöhnlicher Abschied für Jürgen Otto, mit dem es am 8. Spieltag ein Wiedersehen gibt, dann als Gegner und neuer Trainer des A-Liga-Absteigers TuS Stemwede. Sein Nachfolger in Tonnenheider ist ein Mann mit „Stallgeruch“. Wolfgang Wischmeyer hat es in der Saisonvorbereitung geschafft, für hohe Trainingsbeteiligung und gute Stimmung zu sorgen. Doch bekanntermaßen ist die Euphorie in Tonnenheide ein zartes Pflänzchen, das Wischmeyer pflegen muss: „Die Jungs haben eine sehr gute Rückrunde gespielt, die beste in der Kreisliga B. Daran wollen wir anknüpfen und den Schwung mitnehmen.“

Einen neuen Mann gibt es auch beim TuSpo Rahden, und das sogar buchstäblich: Martin Neumann. Er bringt Landesliga- und Bezirksliga-Erfahrung mit ans Brullfeld, wo man nach dem total enttäuschenden zehnten Platz neue Impulse herbeisehnt. Das allerdings wird wohl auch mit Neumann kein Selbstläufer, zumal 15-Tore-Mann Sanasar Harutjunjan den Verein verlassen hat. Der neue Spielertrainer will in Rahden einen Spagat hinbekommen: die vielen Talente aus der früheren Bezirksliga-A-Jugend einbauen und gleichzeitig in der Tabelle „oben mitspielen“, so Neumanns Ziel. Der Auftakt am Sonntag in Tonnenheide sei diesbezüglich gleich ein „Hammerspiel“, die folgenden Gegner heißen Holsen, Stemwede, Gehlenbeck, Oldendorf und Schnathorst. „Alles Teams, die oben mitspielen wollen“, ist Martin Neumann gewarnt.

Nicht nach ganz oben schaut man beim TuS Stemwede, obwohl die Rot-Weißen aus der A-Liga kommen und der Abstieg durchaus zu vermeiden gewesen wäre. „Die Jungs müssen sich erst mal wieder als Mannschaft finden“, betont Fußballfachwart Hartmut Gräber. Auch Trainer Jürgen Otto weiß, dass ihn in Wehdem nach mehreren Abgängen (König, Waering, Hegerfeld, Marcel Rosengarten) alles andere als eine frisch gemähte Wiese erwartet. „Das ist quasi ein Neuaufbau hier in Stemwede, aber gerade das macht den Reiz ja aus“,

Otto reizt Neuaufbau

beim TuS Stemwede

sagt Jürgen Otto. Positive Ansätze konnte der erfahrene Coach aus dem knapp verlorenen Pokalspiel gegen Holzhausen mitnehmen, zumal ihm wichtige Spieler wie Henrik Teske und Jan Rüter noch fehlten.

Beim zweiten A-Liga-Absteiger, dem TuS Gehlenbeck, hat man den Umbruch und Verjüngungsprozess bereits eingeleitet. „Die Mannschaft geht mit dem Anspruch in die Saison, ganz oben mitzuspielen und alles für den sofortigen Wiederaufstieg zu tun“, lautet nun die ehrgeizige Vorgabe der Fußball-Abteilungsleiter Michael Ramroth und Dirk Henning. Umsetzen sollen dies Christoph Kämper und sein Co-Trainer Guido Meisenberg.

Unbequeme Gegner, weil bekanntermaßen kampfstark, sind der SV Börninghausen und Holsener SV, die ebenfalls für eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte in Frage kommen. Ob dies auch erneut für den OTSV Pr. Oldendorf ohne den abgewanderten Top-Torjäger Kaoa Omar gilt, bleibt abzuwarten.

Einen einstelligen Tabellenplatz wünscht sich Sven Uetrecht. Er und seine Dielinger waren in der vergangenen Saison beste zweite Mannschaft der Kreisliga B. Um dies wiederholen zu können, wird Uetrecht den einen oder anderen Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft brauchen.

Auf ähnliche Unterstützung dürfen Florian Haase und Tobias Drunagel bei Union Varl hoffen. Dort hat die Zweite endlich den ersehnten Sprung in die B-Liga geschafft und dies auf Ibiza auch kräftig gefeiert. Nach der Saisonverlängerung mit erfolgreicher Relegation stieg die junge Truppe erst spät in die Vorbereitung auf die neue Serie ein. „Die Spiele gegen Gehlenbeck, Oldendorf und Schnathorst können wir ja quasi als Vorbereitungsspiele dazu nehmen“, lacht Florian Haase und weiß um die Außenseiterrolle des Neulings in diesen Spielen.

Allein um den Klassenerhalt wird es wohl auch für den TuS Oppendorf gehen. „Es wird enorm schwer für uns“, räumt Trainer Ömer Tas ein, der in der Vorbereitung mit Muzaffer Varol, Artem Ladner und Neuzugang Viktor Boldt gleich mehrere verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen hat. Die Abgänge von Tolga Hortum (BW Vehlage) und Ahmet Torun (Türk Gücü) wiegen ebenfalls schwer. Trotzdem hat Ömer Tas die Hoffnung, am Sonntag mit einem Sieg bei Aufsteiger SuS Holzhausen II in die Saison zu starten.

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