Internationale Deutsche Meisterschaft der Fünfkämpfer zu Gast in Espelkamp

Zwei spannende Tage mit vielen neuen Erfahrungen

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Ziel erreicht: Reinhold Fischer aus Espelkamp gewann vor heimischer Kulisse in seiner Altersklasse.

Frotheim - Von Sonja Rohlfing. Schießen, Schwimmen, Fechten, Reiten und Laufen in einem Wettkampf – das verlangt Athletik, Konzentrationsfähigkeit, Reaktion, Mut und Einfühlungsvermögen. Erstmals fand jetzt die Internationale Deutsche Meisterschaft im Modernen Fünfkampf der Master im Mühlenkreis statt.

Zum Abschluss noch einmal gefordert: Als letzte Disziplin stand für die Athleten in Frotheim der Geländelauf über 1000 bzw. 2000 Meter auf dem Programm.

Für Reinhold Fischer aus Espelkamp als Teilnehmer, den RV Frotheim-Isenstedt und den MTV 1860 Minden als Gesamtausrichter bedeutete das zwei spannende Tage mit vielen neuen Erfahrungen. Die rund 30 Sportler zwischen 30 und 76 Jahren aus Deutschland, Großbritannien, Schweiz, Ukraine, Finnland, Ungarn und den Niederlanden wetteiferten in Minden und Frotheim um möglichst hohe Punktzahlen. Nach Schießen (Luftpistole) in der Kampa-Halle, Schwimmen im Melittabad, Fechten im Sportzentrum an der Ringstraße, hießt es für 14 Aktive beim RV Frotheim-Isenstedt auf in den Sattel, bevor alle den Wettkampf mit einem 1000 bzw. 2000 Meter Geländelauf beendeten.

Vieker: „Respekt vor der Leistung“

Reinhold Fischer aus Espelkamp, der die Meisterschaft nach Minden-Lübbecke geholt hat, kennt seine Mitstreiter gut, denn die Welt der Master im Modernen Fünf- bzw. Vierkampf ist klein. Die Männer sind in der Überzahl. „Es sind aber auch starke Frauen dabei“, verdeutlicht der 65-Jährige Mannschaftsweltmeister von 2012, der am Ende auch in Minden-Lübbecke in seiner Altersklasse triumphieren und insgesamt die zweithöchste Punktzahl des Turniers erreichen wird.

Die Vielseitigkeit der Athleten beeindruckte auch Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker. „Ich habe Respekt vor der Leistung“, erklärt er. Für die Stadt Espelkamp sei es eine tolle Werbung, dass die Teilprüfungen Reiten und Laufen in Frotheim stattfänden.

Im Reiten auf zugelosten Pferden lag sowohl für die Teilnehmer als auch für die Organisatoren eine große Herausforderung. Der Versuch Pferde aus den eigenen Reihen oder von Reitern aus dem Kreis zu rekrutieren, führte nicht zum Erfolg. Alle hätten mitten in der grünen Saison verständlicherweise mit dem Kopf geschüttelt, berichtet der Vereinsvorsitzende Günter Tegeler. Fündig wurde Reitlehrerin Bettina Stark letztendlich bei Händler Reinhold Larze aus Hüllhorst.

20 Minuten hatten die Sportler Zeit sich auf die fremden Pferde einzufinden, mit denen sie dann einen etwa 450 Meter langen Springparcours auf E-Niveau überwinden mussten. Mit den zugelosten Pferden war nicht jeder zufrieden. Das sorgte im Eifer des Wettkampfes für emotionale Diskussionen, die aber spätestens nach dem Geländelauf unter den Teilnehmern vergessen waren.

„Wir haben an Erfahrung gewonnen“, sagt Günter Tegeler und schmunzelt. Bei der ersten Veranstaltung dieser Art seien „Kinderkrankheiten“ normal. „Wir sind stolz darauf, dass wir so eine Veranstaltung ausrichten durften und freuen uns, wenn es den Sportlern gefallen hat.“

„Beim nächsten Mal klappt es besser. Wir werden uns dann frühzeitiger um die Pferde bemühen“, merkt Reinhold Fischer an. Über alles ist der selbstständige Uhrmacher und Augenoptiker mit der Veranstaltung zufrieden. „Die Sportler sind gut drauf“, stellt er bei einem Blick in die Runde fest und freut sich nach dem Geländelauf auf die gemeinsame Feier mit Preisverleihung im Hotel. „Hier könnte man sogar eine Europameisterschaft ausrichten“, erklärt Roger Menck. Sport zieht sich bei dem 71-jährigen Ulmer wie bei Reinhold Fischer durch das ganze Leben. Es lohne sich, aktiv zu bleiben, sind sich beide einig.

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