Fußball-Bezirksliga: Varl-Trainer Numrich will aus Last-Minute-Tor Kraft ziehen

Immer positiv denken

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Tor in letzter Minute: Bei den Varlern war die Erleichterung nach dem 1:1 groß. ·

Minden-luebbecke - Von Melanie RussVARL · Sebastian Numrich ist bemüht, die Stimmung zu heben. Nach nur einem Punkt aus fünf Spielen kein ganz einfaches Unterfangen, doch der Trainer des Fußball-Bezirksligisten Union Varl findet auch nach dem enttäuschenden 1:1 im Derby gegen den TuS Tengern II am Sonntag noch etwas Positives, mit dem er seine Mannschaft aufbauen und auf das schwere Spiel am kommenden Sonntag gegen den Tabellendritten TuS Jöllenbeck einstellen kann.

Da ist zum Beispiel der Kampfgeist. Obwohl die Zahl der guten Torchancen überschaubar war und sich der Ausgleich nicht unbedingt ankündigte, gaben sich die Varler zu keinem Zeitpunkt auf, kämpften bis in die Nachspielzeit und wurden dafür mit einem Tor von Pascal Meier belohnt. „Das Tor in letzter Minute und dass wir einen Tabellenplatz höher gerutscht sind, sollte uns Mut machen“, hofft Numrich. Weil VfL Theesen II gegen Tabellenführer Kirchlengern verlor, ist Varl auf Rang 13 gesprungen und hat nun einen minimalen Puffer zwischen sich und dem ersten Abstiegsplatz.

Was die Moral ebenfalls heben dürfte: Union Varl hat den Klassenerhalt noch immer selbst in der Hand. Damit es so bleibt, lautet die Devise, nach Möglichkeit jedes der letzten fünf Saisonspiele zu gewinnen. Dass das gerade gegen den nächsten Gegner TuS Jöllenbeck nicht einfach wird, ist Numrich natürlich klar. Als Außenseiter können die Varler aber wieder befreiter aufspielen.

Etwas ratlos steht Numrich vor der Frage, warum dem Spiel nach vorne die nötige Durchschlagskraft fehlte. Hier hatte sich der Varler Trainer gegen Tengern deutlich mehr erhofft. „Wir tun uns momentan sehr schwer, ruhig unser Spiel aufzubauen und uns Chancen herauszuspielen. Vielleicht war nach dem Rückstand der Druck im Kopf ein bisschen groß. Wenn wir unsere Chancen am Anfang genutzt hätten, wäre es mit einer Führung im Rücken vielleicht ein ganz anderes Spiel gewesen.“ Das Wissen, nach dem 0:1 hinter Tengern auf einem Abstiegsplatz zu stehen, habe die Spieler offenbar verunsichert.

Trifft diese Einschätzung zu, wird Numrich in den nächsten Trainingseinheiten viel mit seinen Spielern reden müssen. Denn auch wenn das Restprogramm des TuS Tengern II zumindest auf dem Papier etwas anspruchsvoller ist, dürfte der Druck für beide Teams wohl bis zum letzten Spieltag nicht nachlassen.

Aufbauarbeit muss auch Tengerns Trainer Torsten Kröger leisten. Während die Varler das 1:1 als Punktgewinn werteten, fühlte sich der Ausgleich in der Schlussminute für die Kleeblätter wie eine Niederlage an. „Ein Dreier wäre so wichtig für die Moral gewesen“, ärgerte sich Kröger, auf den am kommenden Sonntag gleich das nächste Endspiel um den Klassenerhalt wartet. Mit einem Sieg gegen Theesen II, den leichtesten Gegner im Restprogramm, könnte Tengern die Abstiegsplätze verlassen.

Davon träumt man beim FC Preußen Espelkamp II trotz des Sieges gegen den TuS Lahde/Quetzen nicht mehr. Für die personell arg gebeutelte Scheibe-Elf geht es nur noch darum, sich mit anständigen Leistungen aus der Bezirksliga zu verabschieden.

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