Heikle Themen beim Staffeltag des Fußballkreises Lübbecke behandelt

Fehlende Schiedsrichter und Kritik am Kreiskassierer

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Mitzählen ist angesagt: Schiedsrichter Michael-Gerard Walker zeigt einem Spieler die gelbe Karte – bei fünf gelben Karte heißt es ab jetzt ein Spiel pausieren. Foto (Archiv): Gerth

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Die im Fußballkreis Lübbecke allgegenwärtige Frage, ob der FC Preußen Espelkamp mit seiner zweiten Mannschaft in der Kreisliga A antritt oder nicht, wurde auch am Mittwochabend im Rahmen des Staffeltages in Isenstedt nicht abschließend beantwortet. „Zu einem gegebenen Zeitpunkt werden wir das bekannt geben“, sagte Preußen-Präsident Dr. Oliver Vogt. Somit rückten bei der saisonvorbereitenden Arbeitstagung im Gasthaus Kaiser Dorfkrug andere Themen in den Mittelpunkt: Die fünfte gelbe Karte, die nun auch im Amateurbereich eine Spielsperre nach sich zieht, die negative Entwicklung bei den Schiedsrichterzahlen und die Kritik an Kreiskassierer Werner Hafer.

Letztere konkretisierte Dietmar Meier in seinem Bericht als Vorsitzender der Kreisspruchkammer. „Ich sehe erhebliche Probleme bei der Abrechnung der Verfahrenskosten. Es kann nicht sein, dass nach über zwei Monaten dreistellige Eurobeträge nicht beglichen sind und jedes Mal von mir angemahnt werden müssen“, so Meiers Ausführung. Anlaufschwierigkeiten des neuen Kreisvorstandes, insbesondere beim Kreiskassierer müssten langsam beseitigt sein, meint Dietmar Meier, „so dass ich für Verzögerungen, die es bislang so nicht gegeben hat, kein Verständnis mehr habe.“

Der Vorsitzende der Kreisspruchkammer hatte aber auch Positives zu berichten, denn die Anzahl der Verfahren ging in der vergangenen Saison um sechs auf 17 zurück. Davon allerdings gingen elf auf Tätlichkeiten zurück, was „so nicht hinnehmbar ist“, betont Dietmar Meier. Bei der Vielzahl dieser Fälle ergebe sich für ihn deshalb die Frage, „ob die Sperrstrafen von in der Regel acht Wochen nicht spürbar angehoben werden sollten, um das Rowdytum auf dem Spielfeld in den Griff zu bekommen und die fairen Spieler zu schützen.“

Etwas überlegen muss man sich im Fußballkreis Lübbecke auch in Sachen Schiedsrichter. Die Zahl der aktiven und tatsächlich zum Soll zählenden Unparteiischen ist um über 20 zurückgegangen und liegt aktuell bei 83. Entsprechend schwierig ist die Aufgabe von Kurt Nagel, in der kommenden Saison alle Spiele auf Kreisebene mit Schiedsrichtern zu besetzen.

Viele Vereine haben zu wenige Schiedsrichter. Dies gilt insbesondere für den BSC Blasheim, TuS Dielingen, VfL Frotheim, TuS Gehlenbeck, TuS Stemwede, HSC Alswede, SV Hüllhorst-Oberbauerschaft, TuS Levern, TuS Tengern, OTSV Pr. Oldendorf sowie Union Varl (der Verein des Kreisvorsitzenden), die jetzt schon seit Jahren ihr Schiedsrichtersoll nicht erfüllen. Der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, Jörg Uphoff, hatte darüber hinaus weitere nachdenklich stimmende Fakten zum Staffeltag mitgebracht: Von elf gemeldeten Teilnehmern haben nur sechs den Anwärterlehrgang im Frühjahr bestanden, 14 Schiedsrichter haben die theoretische Prüfung nicht bestanden (aber noch die Möglichkeit diese am 11. August während der Schulung zu wiederholen) und sieben haben überhaupt noch keine Prüfung abgelegt.

„Tatsache ist, dass wir Schiedsrichter brauchen. Wir haben zu wenige“, stellt Kreisvorsitzender Karl-Heinz Eikenhorst fest. Doch Maßnahmen wie im Fußballkreis Herford, wo acht

Eikenhorst: Appell

statt Nichtzulassung

Mannschaften aufgrund des Schiedsrichtermangels ihrer Vereine nicht für den Spielbetrieb zugelassen wurden, wolle man in Lübbecke „noch nicht“ ergreifen. Eikenhorst: „Ich appelliere an alle, es hierzu bei uns nicht kommen zu lassen.“

Zumal man sich mit der Nichtzulassung oder dem Zwangsabstieg von Mannschaften als Strafmaßnahme im Fußballkreis Lübbecke ins eigene Fleisch schneiden würde. Die Anzahl der am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften (gemeldet sind auf Kreisebene 71) entscheidet nämlich darüber, ob Lübbeckes Kreismeister auch in Zukunft einen vollen Aufstiegsplatz behält. In dieser Rangliste liegt Lübbecke im Verbandsgebiet an sechstletzter Stelle. „Ziel ist es, die Anzahl der Mannschaften zu halten beziehungsweise bestenfalls auszubauen“, unterstreicht Karl-Heinz Eikenhorst.

In der letzten Saison erreichte die gelb-rote Karte und eine damit verbundene automatische Sperre von einem Spiel den Amateurbereich, nun ist es die fünfte gelbe Karte mit anschließender Ein-Spiel-Sperre. Darauf machte Wilfried Müller als Vorsitzender des Kreisfußballausschusses die Vereinsvertreter während des Staffeltages aufmerksam. Diese neue Handhabung beziehe sich ausschließlich auf Meisterschafts- jedoch nicht Pokal- und Freundschaftsspiele.

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