Landesligist verteidigt erfolgreich den Fußball-Kreispokal

Harutjunjan lässt TuS Tengern jubeln

Der TuS Tengern bejubelt den zweiten Kreispokal-Sieg in Folge. Nach einem 3:0 im Finale gegen den FC Preußen Espelkamp reckt Can Akbas den Pokal vor seiner Mannschaft in die Höhe. - Fotos: Hanke

Espelkamp - Von Maik Hanke. Das Wörtchen „ausgerechnet“ ist im Fußball eigentlich eine ziemlich verbrauchte Vokabel. Dennoch passt sie immer wieder: Ausgerechnet zwei Ex-Espelkamper haben den TuS Tengern gestern Nachmittag zur Titelverteidigung im Fußball-Kreispokal geschossen. Watschagan Harutjunjan und Vitali Loginov erzielten die Tore beim 3:0 (1:0) im Albert-Pürsten-Stadion gegen den FC Preußen Espelkamp.

Wie im vergangenen Jahr konnte sich der TuS Tengern auch dieses Mal im Finale gegen den FC Preußen Espelkamp durchsetzen. Der Kreispokal war der verdiente Lohn.

So ganz hat Watschagan Harutjunjan seinen Ex-Verein noch nicht vergessen. Zweimal traf er, zweimal freute er sich nur still, während sich seine Mannschaftskameraden euphorisch auf ihren Torschützen stürzten. „Ich habe es mir vorgenommen: Wenn ich im Finale treffen sollte, würde ich nicht jubeln“, erklärte Harutjunjan nach dem Spiel. 13 Jahre hatte der Stürmer beim FC Preußen verbracht. Erst vor dieser Saison war er vom Bezirks- zum Landesligisten gewechselt. Der Wechsel hat sich jetzt schon mal gelohnt: Einen ersten Titel hat er in der Tasche.

Ein attraktives Finale zwischen den zwei Top-Mannschaften im Kreis sahen die Zuschauer im Espelkamper Stadion allerdings nicht. Auf beiden Seiten waren in der ersten Hälfte kaum Torchancen zu verzeichnen. Die erste hatte Ex-Preuße Vitali Loginov, der nach einer Flanke von der rechten Seite zum Abschluss kam. Torhüter Dorian Beil war allerdings reaktionsschnell und parierte den Schuss.

Die zweite Chance des Spiels bedeutete dann den ersten Treffer: Watschagan Harutjunjan drang über die linke Seite in den Strafraum ein. Seinen ersten harten Schuss konnte Beil noch halten, beim Nachschuss war der Espelkamper Schlussmann chancenlos (28.). Der Favorit ging in Führung.

Von den Espelkampern war in der kompletten ersten Hälfte nach vorne wenig bis gar nichts zu sehen. Und das sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht ändern. Tengern machte das Spiel, kam aber in einem weiter zähen Match nur selten zur zwingenden Torchancen. Einmal konnte FC-Innenverteidiger Haktan Kelkit einen Schuss von Harutjunjan blocken, einmal zielte Magnus Giersdorff mit einem Flachschuss einen kleinen Tacken zu weit nach rechts.

Tengerns Can Akbas (l.) und Espelkamps Ferhat Nacar duellierten sich im Mittelfeld.

Die Entscheidung fiel in der 74. Minute. Mit einem cleveren Heber aus zehn Metern überwand wieder einmal Harutjunjan den herausgeeilten Torwart Beil. Das 3:0 in der Nachspielzeit war dann Vitali Loginov vorbehalten. Can Akbas, der Wojtek Kosecki als Kapitän vertrat, gab den Ball auf die rechte Seite heraus, und Gregor Ramöllers scharfen Querpass in die Mitte brauchte Loginov nur einzuschieben.

Tengerns Titel-Coach Holm Hebestreit war mit dem Auftritt seiner Mannschaft insgesamt zufrieden. „Ich denke, wir haben unseren Job gemacht, sehr seriös, sehr konzentriert. Wir haben sehr aufmerksam verteidigt“, so Hebestreit. „Ich wurde vor der Saison zitiert, dass ich Titel holen will – das hat ja geklappt.“ Preußen-Trainer Stefan Bernholt konnte nach dem Spiel nur gratulieren. „Das war ein absolut verdienter Sieg“, sagte er und nahm sein junges Team in Schutz.

Glückwünsche vom ehemaligen Mitspieler: Espelkamps Daniel Penner (r.) freut sich für Doppeltorschütze Watschagan Harutjunjan.

Anders als Harutjunjan entschied sich Torschütze Vitali Loginov übrigens für einen Jubel: „Ich schieße nicht so oft Tore. Wenn ich dann schon mal eins schieße, kann ich mich auch drüber freuen“, erklärte er mit einem Augenzwinkern. Dass „ausgerechnet“ zwei Ex-Espelkamper den Pokalklassiker entschieden, dafür hatte Loginov auch nur eine andere Phrase parat: „Das ist Fußball.“

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