Handballerinnen des TuS Wehe unterliegen im Pokal 23:26 gegen Holzhausen

Zu viele individuelle Fehler verhindern Überraschung

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In die Zange genommen: Ulrike Clemens stieß auf heftige Gegenwehr, war aber trotzdem Wehes beste Torschützin.

Wehe - Von Melanie Russ. Das Aus in der Pokal-Zwischenrunde kann Trainer Tobias Lintelmann verschmerzen, maßlos geärgert hat er sich trotzdem bei der knappen 23:26 (8:12)-Niederlage der Weher Handball-Frauen gegen den VfB Holzhausen am Samstagabend. 22 Fehlwürfe und neun technische Fehler vermiesten ihm die Laune. Ohne sie wäre für den Bezirksligisten gegen den ebenfalls nicht gerade fehlerlosen Tabellenvorletzten der Verbandsliga der Einzug in die nächste Runde möglich gewesen.

Zu Beginn der blieben die Weherinnen an den Gästen dran, gerieten nach zwei vergebenen Siebenmetern und zwei Pfostentreffern in der 18. Minute aber mit 3:8 in Rückstand. Überhaupt schienen die Tore an diesem Abend irgendwie kleiner zu sein. Allein Ulrike Clemens – mit zehn Treffern wieder mit Abstand die beste Weher Schützin – pfefferte den Ball vier Mal ans Gebälk, drei Mal taten es ihr ihre Teamkolleginnen gleich, und auch auf der anderen Seite rette mehrere Male der Pfosten.

Ein Weher Pfostentreffer hätte gegen Ende der ersten Halbzeit auch fast eine Sechs-Tore-Führung der Gäste eingeleitet, doch Clemens fing den VfB-Gegenstoß ab und passte zu Kathrin Lappe, die zum 7:11 verwandelte. In den letzten beiden Minuten hätten die Weherinnen den Rückstand in Überzahl vielleicht weiter verkürzen können, agierten aber zu hektisch. Immerhin kam die Mitte der Halbzeit auf 5:1 umgestellte Weher Deckung jetzt aber besser mit den Gästen zurecht, die ihre Chancen nicht mehr so effektiv nutzen konnten.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich hektisch. Nachdem die Weherinnen auf 9:12 verkürzt hatten, warfen sie den Ball drei Mal in Folge an den Pfosten oder neben das Tor. Holzhausen machte es nicht viel besser und verwarf drei Siebenmeter in Folge, so dass die defensiv jetzt besser stehenden Gastgeberinnen den Drei-Tore-Rückstand hielten.

Ab der 40. Minute (12:15) drohte das Spiel zu kippen. Wehe spielte vier Minuten in Unterzahl, wobei Ulrike Clemens nach einem unabsichtlichen, aber harten Foul an Miriam Riechmann mit einer Zeitstrafe noch gut bedient war. Die Holzhauserin schlug mit dem Kopf auf den Boden und konnte nicht weiterspielen. Die Gäste zogen in dieser Phase auf 12:19 davon.

Die Weherinen bewiesen aber Moral und kämpften sich bis zur 50. Minute wieder auf 17:20 heran. In der Schlussphase hatten sie dreimal Pech, als zunächst Jenny Neuberger, dann Daniela Rödenbeck einen Holzhauser Wurf parierten, der Ball im zweiten Versuch aber doch seinen Weg ins Tor fand. So erhöhten die Gäste bis zur 57. Minute noch einmal auf 20:25. Die Partie war damit praktisch entschieden, Wehe kämpfte aber weiter und gestaltete das Endergebnis zumindest etwas ansehnlicher.

Gerade letzteres, der Wille zu kämpfen und trotz Rückstands zurückkommen zu können, stimmte Trainer Tobias Lintelmann am Ende versöhnlich. Vor allem in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft viel zu viele Fehler gemacht und im Angriff zu ängstlich agiert, in der zweiten Halbzeit habe sie sich dann aber gesteigert, resümierte er. Auch im Vergleich zu den vergangenen beiden Spielen in der Liga sah er eine Verbesserung. Dass die Weherinnen ihre erste Pflichtspiel-Niederlage der Saison kassierten, trug er mit Fassung. „Es ist schön, mal gegen einen höherklassigen Gegner zu spielen, aber viel wichtiger sind mir Punkte in der Liga.“ Und dort stehen die Weherinnen momentan ungeschlagen mit 12:2 an der Spitze.

Tore: Clemens (10/4), Ibrisagic (2), Jerczyk (2), Buschendorf (2), Lappe (2), Bruhn (2), Langelahn (2), Hartmann (1).

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