Handball: Wehes Frauen überraschen mit 24:22-Sieg gegen den Tabellenführer

„Team mit größerem Kampfgeist hat gewonnen“

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Beim erkämpften Weher Heimsieg aus dem Rückraum erfolgreich: Ulrike Clemens.

Rahden - Von Andreas Gerth. „Was passiert hier denn...?“, meinte Wehes Hallensprecher Fritz Rohde im Vorbeigehen beim Blick auf die Anzeigentafel, und tatsächlich musste man sich am Samstag in der Rahdener Stadtsporthalle ob des Spielverlaufs ein wenig die Augen reiben. Nicht Tabellenführer HSG Rietberg-Mastholte sondern Aufsteiger TuS Wehe lag am Ende des Spitzenspiels der Frauenhandball-Landesliga vorn. Das 24:22 (9:9) beschert den Weherinnen eine „weitere schöne Momentaufnahme“ (Trainer Tobias Lintelmann) und die Bestätigung, dass man zurecht in der Spitzengruppe der Tabelle mitmischt.

„Den direkten Vergleich haben wir nach dem 19:21 im Hinspiel allerdings verloren“, ergänzte Lintelmann augenzwinkernd. Wehes Coach hatte nach dem famosen Auftritt seiner auf Platz zwei vorgestoßenen Mannschaft tatsächlich ein kleines, dünnes Haar in der Suppe ausfindig machen können. Der Rest aber schmeckte vorzüglich.

„Das Team mit dem größeren Kampfgeist hat gewonnen“, hatte Tobias Lintelmann seinen Ausführungen nach dem Schlusspfiff ein Pauschallob vorweg geschickt. „Wir haben ja nicht gegen den Tabellenführer gewonnen, weil wir heute die bessere Mannschaft waren, sondern weil wir den Sieg mehr wollten.“

Das wurde in der zweiten Halbzeit der spannenden Partie deutlich. Wehe geriet mit 15:17 in Rückstand, behielt den Kopf – anders als bei der Heimniederlage gegen Schlangen vor zwei Wochen – diesmal aber oben und schaffte durch Franziska Langelahn und Ines Krone den Ausgleich (44.).

Die folgenden Chancen zur Führung ließen die Gastgeberinnen erst noch aus, doch mit dem 21:20 (52.) von Neele Bruhn war der Bann gebrochen. Dem 22:21 von Ulrike Clemens ließ Langelahn das 23:21 folgen und erzwang damit die Auszeit des Favoriten.

Letzterer scheiterte anschließend an der stark reagierenden Daniela Rödenbeck, die ihre Parade mit geballter Faust feierte. Den anschließenden „Matchball“ zur Überraschung ließ Neele Bruhn im Gegenzug vom Siebenmeterpunkt aus, und Rietberg verkürzte auf 23:22 (59.). Bruhn machte ihren Fehler jedoch wieder wett und sorgte mit dem 24:22 für die Entscheidung.

„Das hat die Mannschaft sehr, sehr gut gemacht“, lobte Lintelmann. Sein Team hat nunmehr 21:7-Punkte und vorerst Platz zwei der Tabelle inne, da Minden-Nord II gegen Hahlen II verlor. „Phantastereien brauchen wir uns trotzdem nicht hinzugeben“, schränkt Lintelmann ein.

TuS SW Wehe: Neuberger, Rödenbeck, Kummer - Ibrisagic (1), Hartmann, Jurczyk, Bruhn (7/5), Krone (2), Clemens (7/1), Lappe, Pieper (1), Hoischen, Langelahn (6).

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