Handball: TuS Wehe ringt Gehlenbeck im Altkreis-Derby nieder – 26:23

Nicht schön, aber befreiend

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Torhüter Markus Hartlage ballt die Faust. Er war Wehes starker Rückhalt.

Rahden - Von Andreas Gerth. „Es war nicht der schönste Handball, den wir gezeigt haben“, räumte Marcel Ihlenfeld ein, doch das war dem Trainer des Handball-Bezirksligisten TuS SW Wehe am Samstagabend in der Rahdener Stadtsporthalle erst einmal nicht so wichtig. „Wichtiger ist, dass wir gewonnen haben, egal wie“, betonte er nach dem 26:23 (13:9)-Befreiungsschlag im Altkreis-Derby gegen den TuS Gehlenbeck.

Die Erleichterung im Lager des zuvor zweimal in Folge als Verlierer vom Feld gegangenen Tabellenführers war quasi greifbar, als Matthias Clemens mit seinem siebten Treffer zum 25:23 einnetzte und Wehes Sieg nach langem, zähem und hartem Ringen im Altkreis-Duell sicherte. Das 26:23 von Phil Hesse war eine Zugabe. „Das war für uns ein ganz, ganz wichtiges Spiel. Das tut richtig gut“, so Ihlenfelds Gefühlswelt, die sich gestern durch Mindens Niederlage gegen Lage noch verbessert haben dürfte.

Wehes Team, das die auch personell knifflige Situation mit dem Ausfall von Jochen Clemens und den Blessuren von Jonas Bruhn und Julian Hodde meisterte, feierte sich derweil als „Derbysieger“ und „Spitzenreiter“. Der Applaus von den rund 250 Zuschauern und die Glückwünsche von Wehes Ex-Coach Christian Kemenah waren weitere Schulterklopfer für den Tabellenführer, „der ja wankte, wie zu lesen war“, grinste Marcel Ihlenfeld. Er und seine Mannen haben ihr Konto auf 26:4-Punkte verbessert und können durchatmen, bevor es am Sonntag, 8. Februar um 18 Uhr beim VfL Schlangen weitergeht.

Auf den Ausfall von Abwehrchef Jochen Clemens (England-Aufenthalt) reagierten die Weher am Samstagabend vor eigenem, lautstarken Anhang mit Jetzt-Erst-Recht-Mentalität. Die Deckung rackerte leidenschaftlich, Torhüter Markus Hartlage hielt und Gehlenbeck benötigte lange acht Minuten für den ersten Torerfolg. Aus dem 4:0 und 5:1 machte Wehe in doppelter Unterzahl durch Steffen Lohmeier ein 7:4 (16.), nutzte in der Folgezeit die Chancen im Angriff, wo Routinier Henrik Emshoff aushalf und erst Julian Hodde und dann auch Jonas Bruhn eingewechselt wurden, jedoch nur unzureichend.

Wehe legte zum 11:6 (25.), 13:9 (HZ), 15:11, 15:13 (34.), 18:15 und 21:16 (43.) stets vor, doch Gehlenbeck blieb im Spiel und saß dem Gastgeber beim 22:21 in der 53. Minute im Nacken. Dennis Thielemann, der kurz zuvor mit Gehlenbecks Torhüter Reinermann zusammengeprallt war, warf einen Tempogegenstoß über

Bigpoints von Hesse,

Lohmeier und Clemens

das Tor, doch Wehe bekam den Ball zurück und schloss durch Hesse zum 23:21 (56.) ab. Weitere Bigpoints waren das 24:22 von Lohmeier und das 25:23 von Clemens. Wehe war durch, nicht schön aber erfolgreich.

Wehe: Hartlage, Kröger - Lohmeier (5), M. Clemens (7), Thielemann (3), J. Bruhn (5), Hensel (4/3), Hesse (2), Melcher, Emshoff, Tinnemeier, F. Bruhn.

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