Handball: TuS Wehe gewinnt in Hahlen und verteidigt die Tabellenspitze

„Reiner Kampfsieg“ ohne spielerische Leichtigkeit

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Dank an die mitgereisten Anhänger: Simon Melcher (v.l.), Steffen Lohmeier und Julian Hodde.

Hahlen/Rahden - Von Andreas Gerth. „Schreib' besser als wir gespielt haben“, so der Wunsch von Timo Tinnemeier nach dem Spiel. Die Messlatte dafür hatten er und seine Mitspieler am Samstagabend im Auswärtsspiel beim TSV Hahlen II nicht allzu hoch gelegt. Ohne sich mit Ruhm zu bekleckern setzte sich der TuS SW Wehe mit 32:25 (15:12) beim Tabellenvorletzten durch und verteidigte die Ein-Punkt-Führung an der Tabellenspitze der Handball-Bezirksliga vor der HSG Löhne-Obernbeck.

„Unser Ziel ist es, die letzten vier Spiele zu gewinnen. Dann können die Löhner machen, was sie wollen“, gab sich Co-Trainer Tobias Lintelmann nach dem Spiel selbstbewusster als die Mannschaft in den 60 Spielminuten zuvor. Da hatte der Tabellenführer, der vor den Osterferien eine Serie von 2:6-Punkten hingelegt hatte, verkrampft gewirkt, als sei ihm die Leichtigkeit der ersten Saisonhälfte abhanden gekommen.

„Dabei hätte die Mannschaft allen Grund mit breiter Brust aufzutreten, so lange wie sie jetzt schon an der Tabellenspitze steht“, grübelt Lintelmann. Er und Trainer Marcel Ihlenfeld sowie die ins Hahler Feld mitgereiste kleine Weher Anhängerschar bekamen vom Aufstiegsanwärter kein spielerisches Ausrufezeichen zu sehen, sondern einen „reinen Kampfsieg“, so Lintelmann. Die nach oben Luft bietende Leistung des TuS Wehe war allerdings nicht unwesentlich der sehr hart zu Werke gehenden Abwehr der Gastgeber geschuldet, die spielerische Elemente im Keim zu ersticken versuchte. „Gegen Steinheim brauchen wir eine Steigerung“, betont Tobias Lintelmann mit Blick auf das Heimspiel am Sonntag, 19. April, in Rahden.

Wehe startete in Hahlen konzentriert und legte zum 10:4 vor. Mit dem Durchwechseln kam allerdings ein Bruch ins Spiel der Gäste, die mit der rustikalen (und von den Schiedsrichtern kaum geahndeten) Gangart des Gegners haderten. Der kämpfte sich Anfang der zweiten Halbzeit auf 16:17 (36.) heran und besaß beim 21:22 (43.) die Chance zum Ausgleich, den Wehes Torwart Markus Hartlage verhinderte. Ein von Timo Tinnemeier verwandelter Siebenmeter und ein Doppelpack von Jonas Bruhn verschafften Wehe wieder Luft, doch auch nach dem 27:22 von Armin Hensel war der Deckel noch nicht drauf.

Die Gastgeber verkürzten auf 24:27 (55.) und ließen Wehes Trainer zur grünen Karte greifen. Erst Steffen Lohmeier (28:24), Jochen Clemens nach gutem Anspiel von Julian Hodde und Jonas Bruhn mit seinem sechsten Treffer zum 30:25 (58.) machten alles klar. Am Ende waren es sogar sieben Tore Vorsprung, die freundlicher wirkten „als wir gespielt haben“ (Tinnemeier).

Wehe: Hartlage, Kröger - Engel, Thielemann (1), J. Clemens (2), Hesse (2), Hensel (3/1), Tinnemeier (5/4), Hodde, J. Bruhn (7), M. Clemens (4), Melcher (1), Lohmeier (7).

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