Handball: TuS N-Lübbecke startet mit 29:29 gegen Burgdorf in die Rückrunde

„Haben Moral gezeigt“

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Energieleistung von Gabor Langhans (Mitte): Der Rückraumspieler des TuS N-Lübbecke erzielte sieben Tore.

Lübbecke - Von Maik Hanke. Da war mehr drin: Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke hat das erste Ligaspiel des Jahres am Sonnabend mit einem 29:29-Unentschieden gegen den TSV Hannover-Burgdorf beendet. In einem spannenden Match zeigten die Lübbecker Kampfeswillen und hätten einen Sieg verdient gehabt. Der noch sieglose TuS steht auf dem vorletzten Tabellenplatz.

„Mit einem Punkt bin ich nicht zufrieden“, sagte TuS-Trainer Goran Perkovac nach dem Spiel. Seine Mannschaft habe durchaus die Chance gehabt, das Spiel für sich zu entscheiden. Es habe aber einen guten Grundstein für die Zukunft gelegt: „Darauf können wir aufbauen.“

Die Lübbecker starteten energiegeladen ins Spiel, erwischten den besseren Start. Über 3:2 und 5:3 gelang den Lübbeckern mit dem Treffer Christian Klimek zum 8:4 nach 14 Minuten eine Vier-Tore-Führung.

Die Führung währte allerdings nicht lange. Nach einem gehaltenen Siebenmeter durch Gäste-Torwart Martin Ziemer kam Hannover-Burgdorf auf 8:6 heran. Nach einem leicht vertendelten Ball bei einem TuS-Angriff gelang den Gästen der Anschlusstreffer. Für den Rest der ersten Halbzeit blieb das Spiel eng. Fast mit dem Halbzeitpfiff traf Burgdorf zum 18:16 und zur Zwei-Tore-Führung.

Die erste Hälfte war vor allem die Hälfte von Gabor Langhans. Der Lübbecker Rückraumspieler traf mehrfach kraftvoll aus dem Rückraum. Sechs Tore standen nach den ersten 30 Minuten für ihn zu Buche.

Auch Nikola Manojlovic zeigte gleich bei seinem TuS-Debüt Führungsqualitäten, pfiff hinten seine Abwehr zusammen und warf vorne im gesamten Spielverlauf fünf Tore.

Goran Perkovac war mit der Leistung des Neuzugangs insgesamt zufrieden. Der neue Mittelblock mit Manojlovic und Piotr Gra-barczyk hielt laut dem Trainer besonders gut am Anfang und in der Schlussphase zusammen. Zwischendrin haperte es noch. „Wir müssen noch härter in der Abwehr spielen“, sagte Perkovac. „Wir müssen zusammenrücken und ein Bollwerk auf der Platte erzeugen.“

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zum Krimi. Lübbeckes Keeper Matevz Skok verhinderte mit mehreren Klasse-Paraden einen höheren Rückstand. Über 18:20 (35. Minute), 22:23 (40.) und 27:27 (54.) brach eine nervenaufreibende Schlussphase an. Beim Stand von 29:28 verpasste Gabor Langhans in der vorletzten Minute die Vorentscheidung. Er traf nur die Latte – der Ball trumpfte vor der Linie auf. 45 Sekunden vor Schluss dann erzielte Mait Patrail für Hannover den Ausgleich. Im direkten Gegenzug, der letzten Chance zum Siegtor, zeigten die Schiedsrichter früh drohendes Zeitspiel an. Die Lübbecker konnten den Angriff nicht mehr kontrolliert zu Ende spielen. Nicht die einzige Entscheidung der Schiedsrichter, mit der die Lübbecker haderten. Es blieb beim 29:29.

Perkovac blickt jetzt optimistisch nach vorn. „Wir haben Moral gezeigt, haben nicht aufgegeben. Hannover hat eine starke Mannschaft. Wenn wir so weiterspielen, bekommen wir auch gegen andere Mannschaften unsere Chancen.“

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