Handball: TuS N-Lübbecke setzt Imagewandel und Kaderverjüngung fort

„Bleiben unserer Linie treu“

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Spaß bei der Vorstellung: Noch können Christian Dissinger (r.) und Richard Wöss (l.) mit Trainer Dirk Beuchler lachen, doch in dieser Woche geht das Training richtig los.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Es ging um den TuS N-Lübbecke, dessen Neuzugänge, die Saisonziele, den Profi-Handball, doch Armin Gauselmann verlor ihn nicht, den Blick fürs Wesentliche. „Ich wünsche Martin Schwalb auf diesem Wege gute Besserung. Dass er wieder gesund wird, ist das Wichtigste.“

Es gibt einiges zu sagen und zu berichten über den TuS N-Lübbecke, der am gestrigen Montag so richtig in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit 2014/2015 einstieg, doch mit seinen Gedanken war Armin Gauselmann, Sprecher des Lübbecker Wirtschaftsbeirates, zunächst beim Ligakonkurrenten. „Es stimmt mich nachdenklich, was in Hamburg passiert“, so Gauselmann vielsagend. Das drohende finanzielle Aus, die kuriose Lizenzerteilung im dritten Anlauf und der Herzinfakt von Trainer Martin Schwalb als traurige Krönung einer negativen Entwicklung, all das war und ist natürlich auch beim Bundesligisten in Ostwestfalen ein (leidiges) Thema. Im Vergleich dazu gleicht die Situation beim TuS N-Lübbecke vor dieser Saison einer wohltuend ruhigen Oase.

„Wir wollen den eingeschlagenen Weg in Ruhe weiter beschreiten“, unterstreicht Armin Gauselmann. Gemeint ist damit die veränderte Ausrichtung des Vereins, dem vor ein paar Jahren noch selbst ein negatives Image anhaftete („TuS-Hollywood“), begleitet von finanzieller Schieflage und hoher Fluktuation von Spielern und Trainern. Schnee von gestern mit eingetretenem Lerneffekt. Heute kann Gauselmann sagen: „In der Bundesliga gibt es kaum einen anderen Verein außer uns, der so viele junge deutsche Spieler hat.“

Eng verbunden ist diese Philosophie mit Trainer Dirk Beuchler, der vor einem Jahr mit seinem Wechsel vom TBV Lemgo zum TuS ein kleines Erdbeben in der ostwestfälischen Handballszene auslöste und mit den Zugängen von Malte Semisch (jetzt 21 Jahre), Ramon Tauabo (21), Maximilian Schubert (23) und Gabor Langhans (25) gleich den neuen Weg vorgab. „Dieser Linie bleiben wir treu“, betont Beuchler nun mit Blick auf die aktuellen Neuzugänge Niclas Pieczkowski (24), Christian Dissinger (23), Christian Klimek (24) und Richard Wöss (27). Dazu kommen mit Jannik Gartmann (22), Felix Bahrenberg (21) und Torwart Linus Happel (21) drei Talente von Kooperationspartner LIT Handball NSM), die im offiziellen Kader für die Saison namentlich erwähnt sind, ansonsten aber wohl im Hintergrund und Trainingsbetrieb bleiben werden.

Junge Spieler, denen man Fehler leichter verzeiht, die im Haifischbecken Bundesliga aber keinen „Welpenschutz“ bekommen. „Unser Trainer hat von Platz acht gesprochen, und ihm möchte ich auf keinen Fall widersprechen“, flachst Gauselmann, dem es mit der Vorgabe beim Tabellenzehnten der Vorsaison jedoch ernst ist: „Wir wollen uns verbessern, die Schwankungen in den Leistungen minimieren und den einen oder anderen Punkt mehr holen.“ Junge Spieler hin oder her.

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