Handball: TuS N-Lübbecke heute im Pokalspiel nur Außenseiter/Ligaduell macht Mut

Hoffnung auf ein „verrücktes Ergebnis“ fährt mit nach Kiel

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Absprache zwischen Niklas Pieczkowski (l.) und Frank Loke. Beim TuS N-Lübbecke müsste heute für einen Überraschungserfolg in Kiel alles passen.

Lübbecke - Aufsteiger HC Erlangen schlägt die Rhein-Neckar Löwen, der Tabellenletzte Bietigheim besiegt Frisch-Auf Göppingen. „Die Ergebnisse in der Bundesliga sind verrückt. Jeder kann jeden schlagen“, sagt Trainer Dirk Beuchler. Doch ist die Liga so „durchgeknallt“, dass er mit dem TuS N-Lübbecke heute Abend im Pokalspiel beim THW Kiel gewinnen kann?

„Wir fahren nach Kiel, um eine Runde weiter zu kommen“, betont Beuchler und lässt aufhorchen. Der Tabellenzwölfte der Liga will beim zu Hause ungeschlagenen Ligaprimus gewinnen? Den Deutschen Meister und dreimaligen Champions League Sieger aus dem Pokalwettbewerb schmeißen? Das erscheint tatsächlich verrückt, Herr Beuchler!

Doch der Trainer des Außenseiters liefert Argumente. „Wir haben das Ligaspiel in Kiel mit drei Toren verloren. Und wenn sich die Schiedsrichter getraut und in der entscheidenden Phase eine Zeitstrafe gegen Kiel gegeben hätten, wäre es noch enger geworden.“ In der Partie Mitte Oktober hatte Tim Remer in der 55. Minute auf 20:21 verkürzt und die Kieler und deren erfolgsverwöhnten Anhang in der Sparkassen-Arena ordentlich schwitzen lassen, ehe der „Goliath“ mit 24:21 doch noch die Kurve bekam. „Wir sind damals mit einem blauen Auge davon gekommen“, erinnert sich THW-Trainer Alfred Gislason. „So mutig wollen wir jetzt noch einmal in Kiel auftreten“, fordert TuS-Coach Dirk Beuchler.

Beide Mannschaften haben am Samstag, 20. Dezember, ein Highlight vor der Brust. Die Kieler müssen zur SG Flensburg, der TuS tritt bei GWD Minden zum 64. Mühlenkreisderby der Bundesliga-Geschichte an. Doch schonen will sich keiner. „Über das Spiel gegen GWD sprechen wir am Donnerstag. Wir werden uns in Kiel nicht zurücknehmen“, verspricht Beuchler. Auch auf Kieler Seite will man vom Spitzenspiel in Flensburg noch nichts wissen. „Das ist ein extrem wichtiges Spiel für uns. Wir wollen unbedingt nach einem Jahr Pause wieder zum Final Four nach Hamburg. Also müssen wir Lübbecke schlagen“, wird THW-Torhüter Johan Sjöstrand auf der Homepage der Kieler zitiert. Und Kreisläufer Patrick Wiencek, der beim 34:25-Ligaerfolg gegen Hannover-Burgdorf neun Treffer beisteuerte, ergänzt: „Wir wollen unbedingt im Pokal überwintern, denn unser Ziel ist das Final Four in Hamburg.“

Den Sprung dorthin schaffte der TuS N-Lübbecke 2010 und 2012, doch diesmal steht nach den Siegen gegen Lemgo II und Bergischen HC schon vor dem Viertelfinale ein ganz dicker Brocken im Weg. „Losglück sieht anders aus“, kommentiert Lübbeckes Teammanager Zlatko Feric und vergleicht den Auftritt in Kiel mit dem Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen, wo der TuS beim 25:35 die Überraschung klar verpasste. „Da haben zu viele Gegenstöße kassiert und müssen die richtigen Lehre ziehen, zum Beispiel unsere Angriffe geduldiger auszuspielen“, so Zlatko Feric.

„Wir wissen, was uns in Kiel erwartet. Individuelle Klasse und hohes Tempo im Angriff und eine 3:2:1- oder 6:0-Abwehr. Die Favoritenrolle ist klar vergeben“, ergänzt Dirk Beuchler. Doch die Hoffnung auf ein verrücktes Ergebnis nimmt er mit nach Kiel.

ag

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