Handball-Landesliga: TuS Wehe verpasst Überraschung gegen Nettelstedt II – 26:34

„Da hatten wir sie fast“

Wehes Jonas Bruhn überspringt in dieser Situation alle. Am Ende reichte es aber auch trotz seiner acht Tore nicht zum Punkt. - Fotos: po

Nettelstedt - Von Maik Hanke. Lange haben die Handballer des TuS Wehe an der Sensation geschnuppert, am Ende hat es aber nicht gereicht: Mit 26:34 (12:16) endete am Sonnabend das Landesliga-Derby gegen den Spitzenreiter TuS Nettelstedt II. „Das Ergebnis mit acht Toren Abstand ist ein bisschen trügerisch“, sagte Wehes Trainer Marcel Ihlenfeld. Tatsächlich hielt seine Mannschaft lange den Anschluss. „Von daher bin ich absolut zufrieden. Unsere Leistung war schwer in Ordnung.“ Wehe rutschte auf den elften Tabellenrang ab.

In der Anfangsphase lieferten sich die Weher und die Nettelstedter, die Ihlenfeld vor dem Spiel als „FC Bayern München der Landesliga“ bezeichnet hatte, ein Spiel auf Augenhöhe. Die Weher gingen in den ersten Minuten jeweils mit einem Treffer in Führung, die Nettelstedter glichen direkt aus.

Nach zehn Minuten stand es 5:5, nach gut 15 Minuten 8:8. Erst danach gelang es dem Favoriten in der eigenen Halle, durch Treffer von Rene Glöckner und Jan Schröder mit zwei Toren in Führung zu gehen. Die Weher steckten nicht auf, gerieten in den letzten Minuten der ersten Hälfte aber ein wenig ins Hintertreffen. Einen Fünf-Tore-Rückstand verkürzte Jonas Bruhn noch mit dem Pausenpfiff zum 12:16. Es war eines von insgesamt acht Toren Bruhns.

Die Nettelstedter erwischten den besseren Start im zweiten Durchgang und zogen nach 37 Minuten auf 21:15 davon – der entscheidende Abstand für den späteren Sieg. Denn die Weher kämpften sich, angefeuert von den zahlreichen mitgereisten Fans, wieder heran. Matthias Clemens traf dreimal in Folge für die Weher und verkürzte auf 23:26. „Da hatten wir sie fast“, lobte Marcel Ihlenfeld.

Wehes Trainer Marcel Ihlenfeld sah eine kämpferische und gute Leistung seiner Mannschaft und kann daher mit der Niederlage gegen den haushohen Favoriten aus Nettelstedt leben.

Ihlenfeld und der zweite Trainer Armin Hensel gingen in dieser Zeit ins Risiko, bauten die Deckung in kurzen Abständen immer wieder um und stellten die Nettelstedter ständig vor neue Herausforderungen. Während die Defensive gut funktionierte, haperte es mal wieder im Angriff. Besonders über die rechte Seite hätte seine Mannschaft Ladehemmung gehabt, ärgerte sich Ihlenfeld. „Der Angriff war aber schon viel besser als gegen Minden“, erinnerte der Trainer an die unglückliche Pleite am vorherigen Spieltag gegen den HSV Minden-Nord.

In den letzten Spielminuten zog Nettelstedt gegen die Weher, die sieben Minuten vor Ende Matthias Clemens nach seiner dritten Zeitstrafe verloren, mit mehreren erfolgreichen Tempogegenstößen auf fünf Tore wieder davon. Mit drei weiteren Treffern kurz vor Schluss schraubten die Nettelstedter das Ergebnis sogar noch deutlich in die Höhe – 34:26.

„Wir haben 60 Minuten dem Spitzenreiter einen Kampf geliefert“, sagte Ihlenfeld nicht ohne Stolz, auch wenn er glaubt, dass mit etwas Glück vielleicht mehr drin gewesen wäre. „Wir konnten selbstbewusst nach Hause gehen.“ Am kommenden Sonntag ab 18 Uhr wollen die Weher mit einem Sieg ihre 2:4-Punkte-Bilanz wieder ausbessern. Gegner in der heimischen Stadtsporthalle sind die Sportfreunde Senne, die alle ihre bisherigen drei Saisonspiele verloren haben.

TuS Wehe: Hemminghaus, Hartlage, Sprado, Wegner (1), Tinnemeier, Melcher (1), Clemens (8/4), Lüttermann (2), Lohmeier (2), Bruhn (8), Ellers (1), A. Ihlenfeld (3).

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