Handball-Herren besiegen LIT Handball NSM III 40:26

TuS Wehe marschiert in die Landesliga

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So sehen Sieger aus: Gemeinsam mit rund 300 Zuschauern feierten die Weher Handball die Meisterschaft.

Wehe - Von Melanie Russ. Kein Drehbuchautor hätte es besser inszenieren können. Letztes Heimspiel der Saison, die Meisterschaft zum Greifen nah, volles Haus, grandiose Stimmung – und dann das Happy-End: Sieg und Aufstieg in die Landesliga. Es war ein perfekter Abend für die Handball-Herren des TuS Wehe, die am Samstag mit dem 40:26 (17:10)-Erfolg gegen LIT Handball NSM III ihren 20. Saisonsieg feierten und nun vor dem letzten Spiel uneinholbar an der Tabellenspitze stehen.

„Einfach nur geil“, war Trainer Marcel Ihlenfeld nach dem Schlusspfiff vor Freude kaum noch zu bremsen, und meinte damit nicht nur den Aufstieg in die Landesliga, sondern auch das Publikum. Denn die rund 300 Zuschauer machten ordentlich Rabatz und sorgten für richtige Final-Stimmung. „Das Publikum ist Klasse. So macht es richtig Spaß“, bescheinigte Ihlenfeld den Fans absolute Landesliga-Tauglichkeit.

Wirklich zittern mussten die Wehe-Anhänger am Samstag nie. In der Anfangsviertelstunde bewegten sich beide Mannschaften zunächst im Gleichschritt, bevor sich die Hausherren mit zwei Kontern durch Phil Hesse und Steffen Lohmeier auf 10:6 absetzten. Nach gut 20 Minuten zog Wehe erstmals auf sieben Tore davon (13:7). Zwar verkürzten die Gäste nochmal, Jochen Clemens mit einer starken Drehung am Kreis und Matthias Clemens mit einer akrobatischen Aktion im Rückwärtsfallen stellten den alten Vorsprung aber wieder her.

Nach dem Seitenwechsel gewannen die Gäste zunächst etwas Oberwasser – auch weil Wehe zu unkonzentriert agierte und sich einige technische Fehler und Fehlwürfe leistete. Der Wutausbruch Ihlenfelds am Spielfeldrand zeigte aber offenbar Wirkung. Die Gastgeber spielten wieder konzentrierter und gingen nach einem vom starken Matthias Clemens abgefangenen Konter mit 27:18 in Führung (47.). Während sie dank der personellen Alternativen auf der Bank und getragen vom Publikum jetzt richtig aufdrehten, ging den ersatzgeschwächten Gästen langsam die Luft aus.

TuS Wehe feiert Meisterschaft

„Da wusste ich, dass wir es geschafft haben“, so Ihlenfeld. Die letzten Minuten des Spiels erlebte er genau wie seine Mannschaft mit einem breiten Grinsen im Gesicht, während die Zuschauer schon lautstark „Landesliga, Landesliga, hey, hey, hey“ proklamierten.

Erstmals ernsthaft mit einem Aufstieg auseinandergesetzt hat sich der Weher Trainer nach der überragenden Hinserie mit nur einer Niederlage gegen GWD Minden 3. In der Rückrunde schwächelte seine Mannschaft zwar etwas, nach dem gewonnenen Hartum-Spiel in der Vorwoche war er aber überzeugt, dass seiner Mannschaft der Aufstieg nicht mehr zu nehmen ist. „Wenn man immer der Tabellenführer ist, ist das schon eine besondere Herausforderung“, so Ihlenfeld.

Dieses „Problem“ werden die Weher in der kommenden Saison in der Landesliga wohl erstmal nicht haben. Der Weher Trainer peilt einen Platz im Mittelfeld an. „Wir werden ein bisschen befreiter aufspielen können und nicht jedes Spiel gewinnen müssen.“ Mit besonderem Interesse blickt er den acht Derbys entgegen. „Das ist schon Klasse. Da freue ich mich richtig drauf.“

Eine Kleinigkeit ärgert den Perfektionisten Ihlenfeld dann aber doch an der endenden Saison: Für die beste Defensive der Liga hat es nicht ganz gereicht. Daran wird er in der Vorbereitung auf die nächste Saison verstärkt arbeiten. „Wir müssen noch aggressiver sein“, blickt er kurz voraus, um dann schnell wieder ins Hier und Jetzt zurückzukehren, wo der Abend noch lange nicht vorbei war. Denn während der Trainer der heimischen Presse noch Rede und Antwort stand, hatten Fans und Mannschaft schon die „Schwarz-Weiße Nacht“ eingeläutet.

Aufstellung Wehe: Kröger, Hartlage - Lohmeier (5), Melcher (2), M. Clemens (7), J. Bruhn (5), Hodde (4), Tinnemeier (7/2), Hensel (3/1), Hesse (4), J. Clemens (1), Knost (2), Engel, Thielemann.

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