Handball: Hasanefendic hält die Konzentration hoch vor heutigem Heimspiel

„Spiele, die über unsere Zukunft entscheiden“

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Richard Wöss trifft heute auf seinen früheren Verein und seine Landesleute Viktor Szilagyi und Maximilian Hermann. Zu verschenken haben er und die Lübbecker allerdings nichts.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Matchball zum Klassenerhalt: Gewinnt der TuS N-Lübbecke heute Abend in der Merkur-Arena das Heimspiel gegen den Bergischen HC (Anwurf 19 Uhr), müsste es im weiteren Saisonverlauf schon mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht zu einem Nichtabstiegsplatz reicht. Der TuS hätte dann 27 Pluspunkte, das schon jetzt beste Torverhältnis aller direkter Konkurrenten und würde sich in der Tabelle auf Platz zwölf verbessern.

„Motivation sollte da sein. Die beiden nächsten Spiele können über unsere Zukunft entscheiden“, betont Sead Hasanefendic. Der bislang so erfolgreiche „Feuerwehrmann“ der Ostwestfalen will sich allein mit einem möglichen Sieg heute gegen den Gast aus Solingen/Wuppertal nicht zufrieden geben und schließt das am Mittwoch, 22 . April, folgende Heimspiel gegen Balingen-Weilstetten in seine Überlegungen mit ein. Sein Motto: 27 Punkte sind gut, 29 noch besser.

Denen, die den TuS nach einer Serie von 5:1-Punkten schon jetzt am Ziel wähnen, haut der Kroate verbal zwischen die Hörner: „Wir haben uns eine angenehme Situation geschaffen, das ist richtig. Doch ich bin lange genug dabei und habe eines gelernt: ‚Wenn du denkst, du hast etwas erreicht, hast du nichts erreicht.‘“

Ob dies ein kroatisches Sprichwort ist oder allein eine Schöpfung Hasanefendic', sei dahingestellt. Auf jeden Fall bezeichnet der 66-jährige Trainerfuchs die Situation vor dem Duell gegen den Tabellennachbarn als „gefährlichen Moment“. Eine Einschätzung, die sein Spieler Richard Wöss zu teilen weiß: „Die Mannschaft ist nach dem Trainerwechsel zusammengerückt. Die Siege und der Punkt in Berlin haben der Stimmung gut getan, doch jeder ist sich bewusst, dass wir auch die nächsten zwei Spiele gewinnen müssen.“

Von den Akteuren des TuS N-Lübbecke kennt Wöss den Gegner am besten. Der 28-jährige Österreicher trug von 2011 bis 2014 das Trikot der „Löwen“ und pflegt den Kontakt zu seinen dort unter Vertrag stehenden Landsleuten Viktor Szilagyi und Maximilian Hermann. „Die Stärke der Mannschaft ist, dass dort alle an einem Strang ziehen. Von den einzelnen Spielern her halte ich zum Beispiel GWD Minden für besser aufgestellt, doch der Zusammenhalt beim BHC ist überragend“, lobt der TuS-Rechtsaußen.

Bereits zweimal haben sich in dieser Saison die Wege beider Vereine gekreuzt. Im Pokalspiel setzte sich der TuS durch (32:26), das Hinspiel in der Liga ging an den Bergischen HC (28:27). „Sie haben ein sehr gutes Rückzugsverhalten nach verlorenen Bällen, das zeichnet eine funktionierende Mannschaft aus“, warnt Sead Hasanefendic und stellt seine Mannschaft heute Abend auf einen „großen Kampf“ ein. „Und für den brauchen wir die Unterstützung der Zuschauer.“

Der Kroate, der seit seinem Amtsantritt beim TuS noch ungeschlagen ist, hält vor den beiden Heimspielen gegen den Bergischen HC und Balingen übrigens noch eine andere Weisheit bereit: „In diesen beiden Spielen kannst du viel erreichen, aber auch viel verlieren.“

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