Handball-Bundesliga: Wieder kein Heimsieg für TuS/Füchse haben leichtes Spiel

Nur Lokes Einwechslung sorgt noch für Stimmung

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Wie Drago Vukovic stand auch die Leistung von Ales Pajovic für den total enttäuschenden Auftritt des TuS N-Lübbecke gestern Abend vor eigenem Publikum gegen die Füchse Berlin. Der Slowene, hier beim Wurf, blieb ohne Torerfolg.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke hat wieder nicht zu Hause gewonnen – schlimmer noch: er hat sich vor den eigenen Fans blamiert! Letztere verabschiedeten die Mannschaft von Dirk Beuchler gestern Abend in der Merkur-Arena nach der 26:35 (14:17)-Niederlage gegen die Füchse Berlin mit Pfiffen. So leicht, in Lübbecke zu gewinnen, war es selten.

Schlechte Nachrichten gab es für die Gastgeber schon vor dem Anpfiff: Der zuletzt stark auftrumpfende Christian Dissinger fehlte wegen eines grippalen Infekts. Der zweite Ausfall nach Christian Klimek. Daran lag es jedoch ganz gewiss nicht, dass die Lübbecker gestern kollektiv neben der Spur lagen.

Totalausfall: Bald-Berliner Drago Vukovic erlebte einen fürchterlichen Abend.

Eine fürchterliche erste Halbzeit erlebte der Bald-Berliner Drago Vukovic. Lübbeckes Rückraummann, der in der nächsten Saison das Trikot der Füchse trägt, produzierte vier Fehlversuche, zwei Ballverluste und eine Zeitstrafe beim 12:15 durch Berlins Kapitän Iker Romero. Erstaunlich, dass der Trainer Vukovic auf dem Feld ließ – auch die Rufe vieler Zuschauer nach dem auf der Bank schmorenden Frank Loke, der bei Beuchler in Ungnade gefallen scheint, gaben zu denken.

Positiver Ausnahme einer schwachen ersten Halbzeit war Ramon Tauabo, dem bis dahin vier Treffer gelangen, darunter die erste und einzige Führung des TuS zum 6:5 (10.). Das vernichtende Urteil von Vereins-chef Armin Gauselmann zur Halbzeitpause: „Mit so einer Einstellung kann man kein Spiel gewinnen !“

Auf der nach oben offenen Schäm-Skala ging es jedoch weiter bergauf. Erst zehn Minuten nach Wiederanpfiff setzte Gabor Langhans der Lübbecker Torflaute endlich ein Ende, zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste längst auf 22:14 ent-eilt. Erstmals zehn Tore betrug der Abstand dann beim 27:17 (48.) durch den überragenden Iker Romero, der bei seinen acht Toren ebenso leichtes Spiel gegen die TuS-Deckung hatte wie Konstantin Igropulo, der sogar neun Mal einschenkte. Dass die Berliner das Duell der Torhüter dank Silvio Heinevetter um Längen gewannen, muss kaum noch erwähnt werden.

Von den Fans gefordert: Frank Lokes Einwechslung sorgte für Stimmung.

Stimmung kam in der Merkur-Arena nur noch auf, als Kreisläufer Frank Loke, begleitet vom Applaus der Zuschauer, eingewechselt wurde. Der Norweger, dem kein gutes Verhältnis zu Trainer Dirk Beuchler nachgesagt wird, führte sich mit Bundesliga-Debüt für Felix Bahrenberg einem herausgeholten Siebenmeter und dem Tor zum 16:24 (44.) auch prompt gut ein. Sein zweiter Treffer zum 19:27 änderte jedoch ebenso wenig etwas an der vierten Heimniederlage wie das Bundesliga-Debüt von Felix Bahrenberg.

Den beiden Auswärtserfolgen beim Bergischen HC im Pokal und in Friesenheim folgte gestern Abend eine Bauchlandung in eigener Halle. Doch beim TuS N- Lübbecke, der bei 10:14- Punkten steht, ist ja Besserung in Sicht – am Samstag bei Aufsteiger SG BBM Bietigheim dürfen die Lübbecker wieder auswärts ran.

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