Handball-Bundesliga: TuS unterliegt Hamburg, Gauselmann greift zum Mikro

Störtebeker-Fanclub entert Merkur-Arena

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Tomislav Huljina hat sich abgesetzt und schließt erfolgreich ab. Er hatte zunächst den Vorzug vor Frank Loke als Kreisläufer des TuS N-Lübbecke erhalten.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Drittes Heimspiel der Saison, und schon hängt bei Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke der Haussegen schief. Nach der 28:34 (16:19)-Niederlage gegen den HSV Hamburg griff TuS-Chef Armin Gauselmann zum Mikro und verschaffte seinem aufgestauten Ärger Luft.

„Zunächst einmal möchte ich mich bei allen zahlenden Zuschauern entschuldigen für diese Vorstellung der Mannschaft. Gute Stimmung entsteht nur durch gute Leistungen, aber eine solche habe ich heute nicht gesehen“, betonte Gauselmann und legte nach. „In jedem Spiel und besonders in jedem Heimspiel sollte es normal sein, dass ich 100 Prozent gebe. Und jeder Spieler muss sich hinterfragen, ob er wirklich alles dafür tut. Denn dieses Gefühl hatte ich heute nicht.“ Seine Kritik will der Sprecher des Wirtschaftsbeirates ausdrücklich nicht an Trainer Dirk Beuchler festgemacht wissen. „Er wird die richtigen Mittel finden, damit wir in Zukunft wieder erfolgreicher spielen. Doch auf die Mannschaft werden wir den Druck erhöhen !“

Ein unmissverständliches Statement nach einem Spiel, das der TuS N-Lübbecke durchaus hätte gewinnen können. Nach schwacher erster Halbzeit mit 19 Gegentoren hatten sich die Gastgeber in der Abwehr gesteigert und auf 24:24 (45.) herangekämpft, um anschließend mit dem Hintern alles wieder umzuwerfen. Gabor Langhans vergab die Chance zur Führung, Frank Loke (bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause) scheiterte vom Kreis, Drago Vukovic spielte beim Tempogegenstoß einen Fehlpass, Richard Wöss verschuldete einen Siebenmeter und holte sich eine Zeitstrafe ab und Jens Schöngarth ließ einen einfachen Pass durch die Finger rutschen - die Hamburger sagten Danke und zogen auf 30:25 (56.) davon.

Jetzt waren unter den 2110 Zuschauern nur noch die mitgereisten HSV-Fans zu hören. Der Störtebeker-Fanclub hatte die Merkur-Arena geentert. Erst recht als U23-Ersatztorhüter Justin Rundt zum Abschluss einen Siebenmeter von Maximilian Schubert parierte und den ersten Hamburger Saisonsieg noch süßer machte.

Die Spieler des TuS N-Lübbecke hingegen sind eine Woche nach dem Sieg in Lemgo gleich wieder auf dem Allerwertesten gelandet. Sie stehen bei 5:9-Punkten und gehörig unter Druck vor dem nächsten Spiel bei der HSG Wetzlar, das schon am Mittwoch folgt. Und unter der genauen Beobachtung ihres Chefs stehen sie nun auch.

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