Handball-Bundesliga: TuS unterliegt beim THW Kiel mit 21:24

Lübbecke zieht sich achtbar aus der Affäre

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Bärenstarke Leistung: Tim Remer war mit sechs Treffern Lübbeckes bester Schütze.

Kiel - Von Melanie Russ. Der Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke hat sich gestern Abend beim amtierenden Meister THW Kiel achtbar aus der Affäre gezogen. Nach einer nervenaufreibenden Partie unterlagen die Ostwestfalen mit 21:24 (8:13). Nach schwacher erster Halbzeit machten die Rot-Schwarzen den Gastgebern das Leben in der zweiten Halbzeit schwer und kamen in der Schlussphase sogar auf ein Tor heran. Am Ende gab die individuelle Klasse des THW den Ausschlag.

Gleich zu Beginn der ersten Halbzeit schien sich ein Debakel für den TuS anzubahnen. Nach dem ersten Treffer durch Tim Remer warteten die Ostwestfalen ganze sieben Minuten aufs nächste Tor. Während sich die Gastgeber mit angezogener Handbremse auf 5:1 und 12:6 absetzen, mussten die Rot-Schwarzen um jeden Punkt hart kämpfen.

Während sie in der Defensive durchaus ordentlich standen, fehlten in der Offensive gegen die erwartet starke 3:2:1-Abwehr des THW die kreativen Ideen. Als Folge leisteten sie sich zu viele technische Fehler. Zwar gelang es dem TuS, nach einer Parade von Malte Semisch per Gegenstoß über Niklas Pieczkowski und Remer auf 9:6 zu verkürzen, doch der THW legte eine Schippe drauf und zog wieder davon.

Nach dem Seitenwechsel lief bei den Gastgebern, die das Spiel in Halbzeit eins komplett beherrscht hatten, nicht mehr viel zusammen. Nach zwei zu lässig vertändelten Bällen verkürzten Remer und Drago Vukovic auf 14:10. Maximilian Schubert, Gabor Langhans, erneut Remer und Richard Wöss brachten den TuS sogar auf 16:14 heran.

Kiels völlig aufgebrachter Trainer Alfred Gislason zog in der 42. Minute die Notbremse und nahm eine Auszeit. Lautstark forderte er von seinen Spielern mehr Disziplin und Engagement. Früchte trug seine Ansprache aber zunächst nicht. Mit dem Anschlusstreffer zum 18:17 durch Remer in der 46. Minute schien die große Überraschung – der erste Sieg über Kiel nach 20 Niederlagen in Folge – möglich zu sein. Der THW mühte sich vergeblich, den TuS wieder abzuschütteln. In der 55. Minute verkürzte der starke Tim Remer erneut auf 21:20.

In der Schlussphase hatte Kiel dann aber doch den längeren Atem. Zweimal Joan Canellas und Niclas Ekberg machten den insgesamt 39. Sieg der Norddeutschen über die Ostwestfalen perfekt.

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