Handball-Bundesliga: TuS-Trainer sieht im Magdeburg-Coup kein Ruhekissen

„Die nächste Partie ist noch viel wichtiger“

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Wie ausgewechselt: Die Körpersprache von Niclas Pieczkowski beim Sieg in Magdeburg spricht für sich.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. „Die nächste Partie ist noch viel wichtiger.“ Sead Hasanefendic sieht in dem Überraschungserfolg gegen den SC Magdeburg kein Ruhekissen. Der neue Trainer des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke hat längst schon das Heimspiel am Samstag, 4. April, in der Merkur-Arena gegen den Tabellenletzten SG BBM Bietigheim im Blick.

„Eine Überraschung zu schaffen, ist das eine, diese Leistung zu bestätigen, ist etwas anderes“, betont der Kroate und möchte seine Worte gleichzeitig als Warnung verstanden wissen. Denn im Spaziergang werde der Aufsteiger, der zuletzt mit einem Heimsieg gegen Wetzlar aufwartete, am Samstag in der Merkur-Arena (Anwurf 19 Uhr) nicht zu bezwingen sein.

„Wir hatten in Magdeburg als Außenseiter nicht viel zu verlieren. Das Spiel gegen Bietigheim wird psychologisch eine ganz andere Geschichte“, meint Hasanefendic, der mit dem 32:26 Coup in Magdeburg einen Einstand nach Maß erwischte. „Mir ging es darum, dass sich die Mannschaft als Einheit präsentiert, das ist den Spielern eindrucksvoll gelungen“, lobt der Nachfolger von Dirk Beuchler. Spieler wie Christian Dissinger, Frank Loke, Drago Vukovic, Torhüter Nikola Blazicko oder der sechsfache Torschütze Niklas Pieczkowski traten beim Sieg in Magdeburg wie ausgewechselt auf, dazu kam ein glänzend aufgelegter Gabor Langhans, dem aus dem rechten Rückraum neun Tore gelangen.

Diese Rolle wird Langhans wahrscheinlich auch am Samstag allein ausfüllen müssen. Jens Schöngarth scharrt zwar mit den Hufen, doch seine Kapselverletzung am kleinen Finger der Wurfhand bereitet dem Zwei-Meter-Mann noch immer Probleme. „Wir werden kein Risiko eingehen. Jens ist ein wichtiger Spieler, den wir mit Blick auf den Rest der Saison unbedingt brauchen“, betont Hasanefendic.

Heimspiele sind der Schlüssel

Der als „Feuerwehrmann“ nach Lübbecke gekommene Kroate möchte am Samstag natürlich auch sein Heimdebüt mit dem TuS gewinnen, was gleichzeitig einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten würde. Die Ostwestfalen stehen bei 22:34-Punkten und haben drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Ohnehin halten die Lübbecker den Schlüssel in den verbleibenden Heimspielen gegen Bietigheim, Bergischer HC (18. April), Balingen-Weilstetten (22. April), Rhein-Neckar Löwen (23. Mai) und HC Erlangen (5. Juni) selbst in der Hand.

Während beim TuS N-Lübbecke also Land in Sicht ist, rumort es beim Gegner. Die SG BBM Bietigheim hat Geschäftsführer Timo Schön mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben freigestellt. Dies gab der Tabellenletzte am Dienstag bekannt.

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