Handball-Bundesliga:

TuS vor schwerer Saison? So wird's hammerhart

+
Bobby Schagen trifft per Tempogegenstoß. Lübbeckes neuer Rechtsaußen war im ersten Spiel in Eisenach immerhin vier Mal erfolgreich, davon zweimal per Siebenmeter.

Eisenach/Lübbecke - Von Andreas Gerth. Der TuS N-Lübbecke in der Handball-Bundesliga vor einer schweren Saison? Geschmeichelt – sie wird hammerhart! Dieses Szenario jedenfalls bahnt sich unweigerlich an, wenn man die Leistung der Mannschaft von Trainer Goran Suton im Auftaktspiel am Samstagabend in Eisenach zum Maßstab nimmt. Der TuS unterlag beim Aufsteiger mit 30:31 (16:18), das Alarmierende dabei: Die Niederlage fiel vollkommen verdient aus.

In der ersten Halbzeit offenbarten die Lübbecker in der Abwehr enorme Abstimmungsprobleme, die der Aufsteiger zu 18 Toren zu nutzen wusste. In der spannenden Schlussphase schafften die Gäste jeweils den Ausgleich zum 28:28, 29:29 (58.) und 30:30 (59.), doch ein Treffer des Eisenachers Azat Valiullin quasi in der Schlusssekunde besiegelte das 30:31 und den denkbar schlechten Saisonstart des TuS N-Lübbecke.

„Ich bin schon ein wenig verärgert, nicht nur wegen des Tores in der letzten Sekunde, sondern auch über den Spielverlauf und vor allem über die erste Halbzeit“, legte Trainer Goran Suton den Finger in die Wunde. „Es ist sehr ärgerlich das Auftaktspiel zu verlieren. Ich habe mehr erwartet und auch mehr erhofft“, gibt der Kroate zu.

Seine Mannschaft hatte in der Werner-Aßmann-Halle eigentlich gut begonnen. Tim Remer traf zur ersten Lübbecker Führung (3:2), ein weiterer Torerfolg des Linksaußen bescherte einen Zwei-Tore-Vorsprung (8:6) und auch beim 9:8 (15.) durch Neuzugang Bobby Schagen lag der TuS noch einmal vorn. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt waren die Probleme in der Abwehr nicht zu übersehen.

Eisenach konterte zur eigenen 11:9-Führung (18.) und zwang Goran Suton zur ersten Auszeit. Der Aufsteiger, gepuscht von den 2200 Zuschauern in der kleinen Halle, hatte Blut geleckt und erhöhte zum 13:10. Nach dem 18:14 (28.) mussten die Gäste sogar froh sein, nur mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause zu gehen.

„Wir haben unsere Angriffe viel zu schnell abgeschlossen, Eisenach konnte einige Tempogegenstöße laufen, was wir vermeiden wollten. Und wenn du in dieser Halle einem Rückstand hinterherläufst, dann brauchst du viel Energie“, analysierte Suton, der in der zweiten Halbzeit nach einer Umstellung immerhin eine bessere Abwehrleistung registrieren konnte. Durch drei Tore in Folge von Jens Schöngarth, Ramon Tauabo und Vuko Borozan kämpfte sich sein Team zum 22:22 (39.) heran, doch für Sicherheit und Souveränität sorgte dies bei den Ostwestfalen noch immer nicht.

Beim 24:27 (49.) musste Suton zur Auszeit rufen – und nur vier Minuten später ein weiteres Mal.

„Den Punkt hätten wir

verteidigen müssen“

In der Schlussphase war es Nationalspieler Jens Schöngarth, der Lübbecke mit den Treffern zum 26:27, 28:28 und 29:29 (58.) im Spiel hielt. Auch das 29:30 durch Ragnarsson konnte Trainer-Sohn Tim Suton noch einmal ausgleichen (59.). Doch der letzte Wurf von Valuillin saß.

„Der letzte Angriff und unsere letzte Abwehraktion hat gefühlt fünf bis sechs Minuten gedauert, da darf dieses Tor nicht passieren. Den einen Punkt hätten wir verteidigen müssen“, ärgerte sich Goran Suton. Ihm und seiner Mannschaft droht nach dem misslungenen Auftakt eine hammerharte Saison.

Mehr zum Thema:

Werder-Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Zehn Wohntrends 2017 - aktuelle Hits im Möbelhaus

Zehn Wohntrends 2017 - aktuelle Hits im Möbelhaus

Alexander Zverev und Kohlschreiber weiter - Djokovic raus

Alexander Zverev und Kohlschreiber weiter - Djokovic raus

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Kommentare