Handball-Bundesliga: Spannende Schlussphase ohne Happy End für TuS – 29:31

Schöngarth scheitert und Puhle trifft ins leere Tor

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Konnte sich gegen die Abwehr der Gäste nur selten durchsetzen: Kreisläufer Tomislav Huljina.

Lübbecke - Von Willi Pries. In der Schlussminute hielt es niemanden auf dem Sitz. Der TuS N-Lübbecke hatte sich in der Partie gegen den VfL Gummersbach zurückgekämpft und im letzten Angriff das Unentschieden vor Augen. Doch es sollte nicht reichen. Jens Schöngarth scheiterte, und Gummersbachs Torhüter Matthias Puhle traf zum 29:31 (16:17)-Endstand in das leere Lübbecker Tor.

Lange Zeit hatte es nach einer deutlichen Niederlage des TuS N-Lübbecke ausgesehen. Im 750. Bundesliga-Spiel der Ostwestfalen rannte die Mannschaft von Trainer Dirk Beuchler von Beginn an einem Rückstand hinterher. Nach zwei Treffern der Gummersbacher erzielte Christian Dissinger das erste Tor der Gastgeber zum 1:2 (2.).

Die Gäste aus Gummersbach schlossen eiskalt ab, fast jeder Angriff fand sein Ziel. TuS-Torhüter Nikola Blazicko konnte sich, wie auch später Malte Semisch, kaum auszeichnen. Trotz eines Zwischenstandes von 4:9 in der 12. Spielminute blieb der TuS aber dran und kämpfte sich Tor um Tor zurück in die Partie. Tim Remer gelang erst das 9:10, dann fing er den nächsten Angriff ab und leitete den Tempogegenstoß ein, den Ramon Tauabo zum 10:10 und damit zum ersten Ausgleich versenkte (17.).

Tauabo war es dann auch, der mit dem 13:12 (23.) für die erste TuS-Führung sorgte, die aber nicht lange hielt. Die Gastgeber wirkten immer dann etwas ideenlos, wenn sie selbst das Heft in die Hand nehmen konnten. So wechselte die Führung wieder auf Seiten der Gäste. Lübbeckes Tomislav Huljina brachte den TuS zur Halbzeitpause auf 16:17 heran.

Den Zuschauern bot sich in der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Sobald die Hausherren ausgeglichen und die Chance zur eigenen Führung hatten, wirkten sie gehemmt und leisteten sich wieder einen Fehler. Trainer Dirk Beuchler brachte im zweiten Durchgang Kreisläufer Frank Loke, der drei Mal traf, ansonsten aber zu selten in Szene gesetzt wurde. Nach dem 21:20 durch Jens Schöngarth parierte Nikola Blazicko einen Versuch von Magnus Persson und dem TuS bot sich die Chance, mit zwei Toren davon zu ziehen. Schöngarth verfehlte mit einem Unterarmwurf jedoch das Tor und die Gäste kippten das Spiel.

Wenig später eine weitere entscheidende Szene. Beim Stand von 22:24 trat Richard Wöss nach einem Foul an Frank Loke zum Siebenmeter an, VfL-Trainer Emir Kurtagic schickte Carsten Lichtlein für Matthias Puhle ins Tor. Wöss scheiterte am Keeper und Christoph Schindler traf auf der Gegenseite zum 22:25 (45.). „Eine ganz wichtige Szene“, wie sowohl Gummersbachs Trainer Kurtagic als auch Lübbeckes Coach Dirk Beuchler nach dem Spiel betonten.

Angeführt vom starken Linksaußen Raul Santos, der insgesamt zehn Treffer erzielte, und einem immer stärker werdenden Matthias Puhle zogen die Gummersbacher nun davon. Fünf Minuten vor dem Ende beim Stand von 26:30 hätte kaum noch jemand auf die Gastgeber gesetzt. Diese zeigten aber Kämpferqualitäten.

Kämpferqualitäten

nach 26:30-Rückstand

Blazicko hielt hinter seiner nun konsequenten Abwehr den Kasten sauber, zwei Treffer von Ramon Tauabo und das 29:30 von Drago Vukovic (58.) rissen die etwa 2000 Zuschauer von den Sitzen. Als Blazicko auch den Versuch von Mark Bult parieren konnte und noch 45 Sekunden auf der Uhr waren, war der Punktgewinn zum Greifen nah.

Beuchler nahm eine Auszeit, sagte den letzten Spielzug an und brachte mit Tomislav Huljina im Torhüterdress einen siebten Feldspieler. Nach einem Angriff durch die Mitte stieg Jens Schöngarth hoch, sein Versuch wurde jedoch von der Gummersbacher Abwehr geblockt, Puhle konnte den Ball aufnehmen und warf ihn zum Endstand in das verwaiste Lübbecker Tor.

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