Handball-Bundesliga-Schlusslicht TuS N-Lübbecke in der Höhle des Löwen

Nichts zu verlieren – aber auch nichts zu verschenken

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Die enttäuschten Gesichter von Vuc Lazovic (links) und Ramon Tauabo kann wohl nur noch eines aufhellen: ein Sieg.

Lübbecke - Von Melanie Russ. Zu verlieren hat der TuS N-Lübbecke nichts, wenn er morgen Abend (Anwurf 19 Uhr) bei den Rhein-Neckar-Löwen aufläuft. Zu verschenken aber auch nicht. Obwohl die Löwen als Tabellenführer und mit makelloser Bilanz gegen den punktlosen Tabellenletzten aus Ostwestfalen haushoher Favorit sind, gibt sich TuS-Trainer Goran Suton kämpferisch. „Wir fahren nicht mit dem Ziel nach Mannheim, die Niederlage möglichst klein zu halten“, stellt er klar.

Natürlich hat Suton den morgigen Gegner studiert und fand eindrucksvoll, was er sah. Trotzdem glaubt er als Sportler und Kämpfer an eine minimale Chance, die man versuchen müsse zu nutzen. Vor allem aber geht es Suton darum, gegen den Tabellenführer und im anschließenden Heimspiel gegen den Zweiten MT Melsungen Impulse zu setzen, die für die darauffolgenden Spiele wichtig sein könnten.

Um die gedrückte Stimmung der Spieler zu heben, habe er einige Übungen ins Training eingebaut, die den Kopf frei machten, so Suton. Zudem hat er in der Aufarbeitung des Wetzlar-Spiels das Augenmerk auf die positiven Aspekte: das geduldige Spiel und die offensivere Abwehrvariante, die gut funktionierte. „Ich will nicht zulassen, dass die Stimmung ganz den Tiefpunkt erreicht, damit wir wieder Gas geben können und der Erfolg irgendwann zurückkommt“, so Suton. Und wie hält er selbst dem Druck stand? „Drei Dinge: positiv bleiben, Atemübungen und Magentabletten.“

Die Kommunikation innerhalb der Mannschaft ist nach Aussage des Trainers gut. Die Spieler sprächen miteinander, suchten Lösungen und Optimierungen und diskutierten diese mit ihm.

Teammanager Zlatko Feric beschwört unterdessen den Zusammenhalt. „Den Spielern geht die Situation auch unter die Haut. Wir brauchen uns gegenseitig, jetzt vielleicht wie nie zuvor. Wir müssen uns aufeinander verlassen.“ Die Situation sei schwierig, aber nicht aussichtslos. Tatsächlich trennen den TuS N-Lübbecke derzeit nur vier Punkte von einem Nichtabstiegsplatz.

Auch für den slowenischen Neuzugang mit Champions-League-Erfahrung, Matevz Skok, ist der missratene Saisonstart eine ganz neue Erfahrung. „Für mich ist das sehr schwer“, sagt er über die doppelt schwere Situation, sich in einer neuen Liga zurechtfinden zu müssen und zugleich so tief im Tabellenkeller zu stehen. Aber auch er strahlt noch Zuversicht aus und hofft, dass die Mannschaft von Mal zu Mal besser spielt und irgendwann die wichtigen Punkte sammelt. „Wir sind Sportler. Wir geben immer unser Bestes“, stellt er klar, dass es zumindest bei ihm nicht am Einsatzwillen scheitern wird.

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