Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke will seine Chance heute Abend bei MT Melsungen suchen/Remis im Hinspiel

„Nicht auf kommende Spiele verlassen“

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Ernste Mienen bei Zlatko Feric (l.) und Geschäftsführer Uwe Kölling. Über den Berg ist der TuS N-Lübbecke trotz des Sieges gegen Wetzlar noch nicht. Heute Abend gegen MT Melsungen steht das Beuchler-Team erneut auf dem Prüfstand.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Bei Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke ist ein bisschen Ruhe eingekehrt. „Der Sieg gegen Wetzlar hat gut getan“, räumt Trainer Dirk Beuchler ein. Er und seine Mannschaft haben mit dem jüngsten Zittersieg gegen Wetzlar Luft geschnappt, doch von Aufatmen im Abstiegskampf kann vor dem Auswärtsspiel heute Abend bei der MT Melsungen (Anwurf 19 Uhr) keine Rede sein.

„Wir sind uns darüber bewusst, dass der Abstand nach unten nicht groß ist. Doch auch die Mannschaften über uns sind nicht weit weg“, so Dirk Beuchler mit Blick auf die Tabelle, die seine Mannschaft mit 20:28- Punkten auf Platz 13 sieht. Darüber stehen TSV Hannover-Burgdorf (22:30) und Bergischer HC (22:28). Balingen-Weilstetten (20:28) und TBV Lemgo (18:34) sind für den TuS im Augenblick die Puffer zum ersten Abstiegsplatz, den die TSG Friesenheim (17:35) inne hat. Für den TuS N-Lübbecke eine Situationen mit Chancen und Gefahren.

„Wir haben alles selber in der Hand“, versucht Beuchler Selbstvertrauen auszustrahlen. „Wenn wir unsere Punkte holen, ist es egal, was die Konkurrenz macht.“ Leichter gesagt als getan, denn nach dem heutigen Auswärtsspiel in der Rothenbach Halle in Kassel gegen den Tabellenachten MT Melsungen (25:23) geht es gegen Spitzenreiter THW Kiel, der sich am Mittwoch, 18. März (20.15 Uhr), in der Merkur-Arena vorstellt – danach kommt dann Friesenheim (21. März).

„Wir sind gut beraten, uns nicht auf die kommenden Spiele zu verlassen“, betont Zlatko Feric. Der Teammanager fordert, dass „die Mannschaft schon in Melsungen ihre Chance sucht.“ „Wenn wir dort gewinnen, können wir in der Tabelle zwei Mannschaften überholen. Das sollte doch Motivation genug sein“, unterstreicht Zlatko Feric.

Die Aufgabe bei den Hessen wird jedoch alles andere als leicht. Mit Mikael Appelgren stellt Melsungen einen der besten Torhüter der Bundesliga. Davor steht eine beinharte 6:0-Deckung. Und vorne wirbeln Michael Allendorf, Patrik Fahlgren, Philipp und Michael Müller, Momir Rnic, Nenad Vuckovic, Johannes Sellin und die früheren Lübbecker Malte Schröder und Christian Hildebrand. Nicht von ungefähr steht das Team von Trainer Michael Roth im EHF-Pokal ungeschlagen vor dem Gruppensieg.

„Lübbecke hat in der Vergangenheit gegen Melsungen immer gut ausgesehen“, erinnert Dirk Beuchler an das 28:28 im Hinspiel, als der TuS schon mit 28:25 führte, in den letzten sechs Spielminuten dann aber keinen Torerfolg mehr zu Wege brachte. Auch zuletzt gegen Wetzlar beim 27:26-Zittererfolg brachten sich die Lübbecker beinahe um die Früchte ihrer Arbeit.

Schöngarth und

Klimek fallen aus

„Wir haben immer noch Phasen im Spiel, mit denen wir uns das Leben schwer machen. 50 Minuten guter Handball reichen in der Bundesliga nicht“, so Beuchler, der aus dem jüngsten Auftritt auch eine wichtige positive Erkenntnis mitnehmen kann: „Wir haben gesehen, was man mit mannschaftlicher Geschlossenheit bewirken kann.“

Diese Tugend würde der Lübbecker Coach auch heute Abend in Kassel gerne zu sehen bekommen, muss aber auf zwei seiner Akteure verzichten. Sowohl der frühere Melsungener Jens Schöngarth, der mit seiner Verletzung am Finger am Freitag einen Spezialisten aufsucht, als auch Kreisläufer Christian Klimek (Probleme am Knie) fallen aus.

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