Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke verliert mit 27:28 beim Bergischen HC

Knockout zwei Sekunden vor Spielende bekommen

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Erhitzte Gemüter: Richard Wöss (r.) versucht zwischen Maximilian Weiß und TuS-Torhüter Nikola Blazicko zu schlichten, beide wurden zum Abkühlen auf die Strafbank geschickt.

Solingen/Lübbecke - Von Andreas Gerth. 19 Sekunden vor Spielende das 26:27 kassiert, neun Sekunden vor Schluss zum Ausgleich getroffen und zwei Sekunden vor dem Ende den Knockout bekommen – die Schlussminute in der Partie zwischen dem Bergischen HC und TuS N-Lübbecke am Samstagabend in der Solinger Klingenhalle bot ein Wechselbad der Gefühle, jedoch kein Happy End für die Gäste aus Ostwestfalen.

„Einen Punkt hätten wir sicherlich verdient gehabt. Die letzte Situation ist dann auch Glück“, so TuS-Trainer Dirk Beuchler, der von der Seitenauslinie miterlebte, wie seine Mannschaft beim 27:27 durch Richard Wöss an dessen alter Wirkungsstätte schon ganz dicht dran war am Teilerfolg. Doch die Gastgeber holten den Ball aus dem Netz, brachten ihn noch einmal nach vorne, wo Wöss-Kumpel Maximilian Hermann nach 59 Minuten und 58 Sekunden zum 28:27 traf. Die späte Entscheidung in einem spannenden und intensiv geführten, jedoch nicht hochklassigen Spiel.

Es waren ein paar Fehler und ausgelassene Chancen zu viel im Angriff, die den Lübbeckern beide Punkte kosteten. Jens Schöngarth gelangen sieben Treffer, Gabor Langhans markierte das 25:25 und 26:25 (57.), doch diesmal war es die linke Seite, die buchstäblich Kopfschmerzen bereitete. Christian Dissinger musste in der 40. Minute nach einem Zusammenprall mit Weiß angeschlagen und benommen vom Feld, Routinier Ales Pajovic, der im linken Rückraum hätte helfen können, fehlt mit einem Bänderriss im kleinen Finger der Wurfhand, das vermochten Niklas Pieczkowski (drei Tore) und Drago Vukovic (er blieb ohne Torerfolg) nicht aufzufangen. Da zudem Tomislav Huljina und Frank Loke (1) am Kreis „verhungerten“ und auch die Außen Tim Remer (2) und Ramon Tauabo (vier Tore, alle in der ersten Halbzeit) zu wenige Anspiele bekamen, lahmte das Lübbecker Angriffsspiel gegen die aggressive 6:0-Deckung des BHC.

„In der ersten Halbzeit haben wir nicht die gleiche Intensität hinbekommen wie der BHC. Der Anfang der zweiten Halbzeit war besser, danach war es ein knappes Spiel, in dem es der Gastgeber geschafft hat, immer wieder in Führung zu gehen, wir aber nur einmal“, ließ Beuchler Revue passieren. „Es ist sehr ärgerlich, wenn man so knapp verliert. Am Ende war es vielleicht auch eine Frage der Kraft, als uns Christian Dissinger auch noch fehlte. Kampf und Bereitschaft waren aber da“, so Beuchler.

„Bereitschaft und

Kampf waren da“

In der Tabelle büßte seine Mannschaft zwei Plätze ein und liegt vor dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen Frisch-Auf Göppingen mit 14:16-Punkten auf Rang elf. Überholt wurde der TuS N-Lübbecke auch vom Bergischen HC, gegen den man nach zuvor fünf Siegen die erste Niederlage kassierte – und eine vermeidbare dazu.

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