Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke unterliegt in Hamburg 26:34

Nach guten 30 Minuten völlig den Faden verloren

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Enttäuschte Gesichter beim TuS N-Lübbecke: Niclas Pieczkowski und Co. hatten sich in Hamburg mehr ausgerechnet.

Lübbecke - Von Melanie Russ. Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke war mit großen Hoffnungen nach Hamburg gefahren. Nach dem in letzter Sekunde verschenkten Sieg gegen Hannover-Burgdorf sollte am Samstag unbedingt ein Erfolg her, um das Punktekonto und die Stimmung zu heben. Beides wäre in der jetzigen Situation der Rot-Schwarzen ganz wichtig gewesen. Doch die Hoffnung hielt nur eine Halbzeit lang. Im zweiten Durchgang hatten die Ostwestfalen den Hanseaten wenig entgegenzusetzen und Glück, dass die Niederlage nicht zweistellig ausfiel. Am Ende hieß es 34:26 (14:12).

Dabei war der TuS gut in die Partie gekommen und legte nach dem 1:0 durch Kentin Mahé eine Fünf-Tore-Serie hin. Die Hamburger hatten in dieser Phase arge Probleme mit dem wurfgewaltigen Rückraum der Gäste, stellten sich aber nach und nach darauf ein, während sich auf Nettelstedter Seite die Fehler häuften.

Nach drei Fehlwürfen von Langhans und dem zu Beginn eigentlich starken Neuzugang Vuko Borozan glich der HSV in der 16. Minute erstmals aus (6:6). Drei Minuten später besorgte Hans Lindberg die erste Führung der Gastgeber, kurz vor dem Pausenpfiff brachte Henrik Toft Hansen die Gastgeber mit 14:12 in Front.

Nach dem Seitenwechsel lief bei den Gästen kaum noch etwas. Allein in den ersten sechs Minuten leisteten sie sich sechs Fehlwürfe. Hamburg ließ sich nicht zweimal bitten und zog auf 18:12 weg. TuS-Trainer Dirk Beuchler versuchte, mit einer Auszeit wieder in Ordnung in seine Mannschaft zu bringen – erfolglos. Fehlwürfe und Ballverluste setzten sich auf Nettelstedter Seite fort, während die Hamburger ihre Chancen gnadenlos ausnutzten. Auch Beuchlers zweite Auszeit (42.) brachte keine Veränderung. Zehn Minuten vor dem Ende traf Richard Hanisch zum 28:18 für die Gastgeber. Mit einer kleinen Serie kurz vor Schluss gelang es dem TuS, wenigstens eine zweistellige Niederlage zu verhindern.

TuS-Trainer Beuchler blieb am Ende nichts anderes übrig, als die verdiente Niederlage anzuerkennen. In der ersten Halbzeit habe es seine Mannschaft dem HSV schwer gemacht, dann habe sie aber leider zu viele Fehler gemacht und den Hamburgern viele Gegenstöße ermöglicht, analysierte er. „In der zweiten Halbzeit haben wir wenig Disziplin und Geduld an den Tag gelegt und wurden vom HSV ausgekontert.“ Absolut ärgerlich sei es, nach der ordentlichen ersten Halbzeit so schnell den Faden verloren zu haben.

Beuchlers Gegenüber Jens Häusler war dagegen sehr zufrieden. In den ersten zehn Minuten habe seine Mannschaft nicht ganz zueinander gefunden und keinen Zugriff auf die Rückraumschützen bekommen. Danach sei sie aber gut ins Rollen gekommen und habe das bis zur 60. Minute durchziehen könne.

Für die Nettelstedter geht es am Mittwochabend schon wieder weiter. Dann sind die Ostwestfalen bei der SG Flensburg-Handewitt zu Gast – auch das kein einfaches Pflaster.

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