Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke schlägt Schlusslicht Bietigheim mit 32:24

Keine Liebeserklärung, aber ein Sieg zum Kuscheln

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Trainer, Hoffnungsträger und Brückenbauer zwischen Publikum und Mannschaft: Sead Hasanefendic ballt nach dem Heimsieg beide Fäuste.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Erst ruhig und verhalten, am Ende mit stehenden Ovationen: Es dauerte seine Zeit, bis Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke am Samstagabend das Eis gebrochen und die zunächst unterkühlte Atmosphäre in der Merkur-Arena auf Temperatur gebracht hatte.In den letzten Minuten wurdedie Mannschaft für ihren 32:24 (15:13)-Sieg gegen den Tabellenletzten SG Bietigheim dann aber doch noch von den offiziell 1944 Zuschauern abgefeiert.

„Die Zuschauer sind aufgestanden. Das hat mir gefallen, weil es zeigt, dass sie die Leistung der Mannschaft anerkennen“, hob Sead Hasanefendic hervor. Der 66- jährige Kroate ist nach den Querelen der letzten Wochen nicht nur neuer Trainer und Hoffnungsträger, sondern auch Brückenbauer zwischen Fans und Spielern. „Die Zuschauer wollten eine Bestätigung für unser Spiel in Magdeburg sehen und wir wollten ihnen wieder ein gutes Gefühl geben. Ich denke, beides ist uns gelungen“, betont Sead Hasanefendic und sieht sein Team mit dem zweiten Sieg in Folge auf Schmusekurs. Oder anders: TuS N-Lübbecke und sein Anhang – da könnte wieder was gehen.

Mit 24:34-Punkten konnte der TuS N-Lübbecke seine Platzierung (14.) nicht verbessern, doch die Situation fühlt sich wesentlich angenehmer an als noch vor zwei Wochen. Ob sich die Ostwestfalen vorzeitig in Sicherheit bringen können oder doch noch länger zittern müssen, entscheiden die nächsten drei Spiele in Berlin (morgen), sowie gegen den Bergischen HC (18. April) und Balingen (22. April), beide zu Hause.

Die angepeilte Versöhnung mit den eigenen Zuschauern im ersten Heimspiel nach der Friesenheim-Pleite und dem Trainerwechsel lief am Samstagabend recht schwerfällig an. Vorne ließen Vukovic und Co. einige Chancen liegen, hinten wirkte die Deckung anfällig nach der schnellen Mitte der Gäste, die frech mitspielten und beim 8:7 (17.) durch Haller sogar vorne lagen. Hasanefendic rief zur Auszeit.

Mit Ales Pajovic in der Abwehr und Jens Schöngarth im Angriff bekamen die Gastgeber das Geschehen nach und nach in den Griff. Vor allem, weil die Lübbecker Abwehr in der zweiten Halbzeit ganz anders zu Werke ging und die Gäste bei jeder Torannäherung an die Schmerzgrenze gehen ließ – nicht zuletzt ein Verdienst von Sead Hasanefendic, der an der Seitenauslinie ständig präsent war und quasi selber mitspielte.

Die Entscheidung fiel bereits Anfang der zweiten Halbzeit, als Lübbecke zum 19:14 (35.) vorlegte und kurz darauf mit einem 5:0-Tore-Lauf auf 27:18 enteilte. „Elf Spieler haben Tore erzielt, das ist gut fürs Selbstvertrauen“, freute sich der Lübbecker Coach, der anschließend von einem souveränen, jedoch keinesfalls selbstverständlichen Sieg gegen den Tabellenletzten sprach.

Das sahen die Zuschauer ähnlich und feierten die Mannschaft. .

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