Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke rettet Sieg in letzter Sekunde

Der Knoten ist geplatzt

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Banger Blick auf die Uhr: TuS-Trainer Dirk Beuchler fiel nach dem knappen Sieg ein großer Stein vom Herzen.

Lübbecke - Von Melanie Russ. Fast hätte sich Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke wieder um die Früchte seiner Arbeit bringen lassen. Manch ein Zuschauer hatte wohl ein Déjà-vu-Erlebnis, als die Rot-Schwarzen am Samstag im zweiten Heimspiel des Jahres wieder eine Führung dahinschmelzen ließen und beim Stand von 27:26 wie gegen Hannover der Ausgleich in letzter Sekunde drohte.

Doch die HSG Wetzlar verwarf, und die Nettelstedter konnten nach acht Spielen ohne Sieg doch noch über einen Zweier jubeln. Umso glücklicher dürften Mannschaft und Vereinsspitze sein, dass der Sieg vor den eigenen Fans gelang.

Der Spielverlauf war dem der vergangenen Begegnungen verblüffend ähnlich. Wieder leisteten sich die Nettestedter nach einer guten ersten Halbzeit Mitte des zweiten Durchgangs eine zehnminütige Auszeit. Die Gäste kamen bedrohlich nach heran, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde, in der Nikola Blazicko mit drei starken Paraden verhinderte, dass Wetzlar sich absetzen kann, brachte Ramon Tauabo den TuS in der 17. Minute erstmals in Führung (8:7). Dank zweier weiterer Paraden des Nettelstedter Keepers, spielten sich die Gastgeber in der Folge eine 10:7-Führung heraus, die sie bis zur Halbzeitpause auf fünf Tore ausbauten (16:11).

Nach dem Seitenwechsel blieb der TuS N-Lübbecke zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Zwar häuften sich die Fehlwürfe, doch die Gäste patzten ebenfalls. In der 38. Minute kam Wetzlar nach drei TuS-Fehlern in Folge auf 18:15 heran, die Gastgebern konterten aber und zogen auf 23:18 davon. Dann stellte Wetzlars Trainer Kai Wandschneider auf eine offensive Deckungsformation um. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Die Gäste kämpften sich auf 25:23 heran.

In einer dramatischen Schlussphase, in der Jose Hombrados ein starker Rückhalt im Wetzlarer Tor war, traf Sebastian Weber vom Kreis zum 26:25-Anschluss. Anschließend scheiterte Nettelstedts Maximilian Schubert vom Sieben-Meter-Punkt an Hombrados, im Gegenzug hielt Blazicko die knappe Führung fest. 80 Sekunden vor Schluss erhöhte Drago Vukovic für den TuS auf 27:25, doch im Gegenzug traf sein Landsmann Ivano Balic zum erneuten Anschluss.

Als Niclas Pieczkowski bei angezeigtem Zeitspiel am Wetzlarer Kasten vorbei warf, bangte manch ein Fan um den erneuten Punktverlust. Doch Steffen Fäth konnte den Ball im letzten Angriff des Spiels ebenfalls nicht im Nettelstedter Gehäuse unterbringen.

Nach dem Schlusspfiff war Mannschaft und Trainer die Erleichterung anzusehen. „Mit ist ein großer Stein vom Herzen gefallen“, sagte TuS-Trainer Dirk Beuchler. Man habe gespürt, wie sehr die Mannschaft unter Druck gestanden habe. Ein besonderes Lob sprach er seinem Torhüter Blazicko aus, der in der ersten Halbzeit mit zehn Paraden eine überragende Leistung zeigte. Später sei seine Mannschaft mit der offensiven Deckung Wetzlars ganz gut zurecht gekommen, habe aber immer wieder zu schnell Gegentore bekommen.

„Das Spiel sollte der Mannschaft Selbstvertrauen geben“, blickt Beuchler zuversichtlich in die Zukunft. Nach der englischen Woche hat der TuS nun eine gute Woche Pause, bevor es am 11. März gegen MT Melsungen geht.

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