Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke im Ostwestfalen-Duell gegen TBV Lemgo

Kein Derby-Ruhm – diesmal zählen nur die Punkte

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Jens Schöngarth hat abgezogen, Rolf Hermann stört nur wenig – so hätte man es beim TuS N-Lübbecke auch heute Abend bei der Neuauflage des OWL-Derbys gern.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Um das Ostwestfalen-Derby zwischen dem TuS N-Lübbecke und TBV Lemgo ranken sich viele Geschichten; Spieler und Trainer (Lajos Mocsai, Markus Baur, Dirk Beuchler) waren für beide Vereine aktiv. Vor dieser Saison wechselten in Benjamin Herth, Jens Bechtloff und Tim Suton drei Lemgoer zum TuS. Für den TBV laufen die früheren Lübbecker Arne Niemeyer und Rolf Hermann auf, doch all das spielt heute Abend bei der Neuauflage in der Merkur-Arena (19 Uhr) nur eine Nebenrolle. Zu brisant ist die Tabellensituation vor allem für die Gastgeber, die noch immer sieglos mit 2:26-Punkten am Tabellenende und mit dem Rücken zur Wand stehen.

„Die Spiele gegen den TBV sind immer heiß umkämpft. Das wird am Samstag nicht anders sein“, unterstreicht Zlatko Feric. Der aktuelle Interimstrainer des TuS N-Lübbecke hat zahlreiche OWL-Derbys am eigenen Leib miterlebt, so auch in der Saison 2010/2011, als er für den entlassenen Patrik Liljestrand als Trainer einsprang – und mit einem Sieg in Lemgo startete. „Diesmal kämpfen wir nicht um Derby-Ruhm, sondern um die Punkte“, stellt Zlatko Feric klar.

Feric: Kein

Schicksalsspiel

Der seit Freitag 58 Jahre alte TuS-Coach möchte heute Abend mit seiner Mannschaft einen Spagat hinbekommen. „Wir wollen mit Herz und Leidenschaft auftreten, brauchen aber auch eine coole und abgeklärte Spielweise.“ Obwohl die Lübbecker mit 2:26-Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stehen und keines ihrer bisherigen 14 Saisonspiele gewinnen konnten, bemüht sich Feric, Druck vom Kessel zu nehmen. „Es ist nicht das letzte Spiel und auch kein Schicksalsspiel. Es geht vielmehr darum, unseren treuen Fans zu zeigen, dass wir leben und mit Freude Handball spielen können.“

„Wir brauchen jetzt den Turn-Around“, ergänzt Benjamin Herth. Lübbeckes Spielmacher ist quasi ein Experte in Sachen TBV Lemgo, trug er doch von 2013 bis 2015 das Trikot der Lipper. Seine guten Kontakte zu den ehemaligen Mitspielern Arjen Haenen und Rolf Hermann sowie Trainer Florian Kehrmann stellt Herth heute Abend jedoch hinten an. „Es muss jetzt losgehen. Wir müssen unbedingt gewinnen und dafür die letzten Prozentpunkte herauskitzeln, die uns zuletzt noch gefehlt haben. Ein Sieg ist jetzt einfach bitter nötig.“

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