Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke liefert großen Kampf und unterliegt knapp

SCM-Überschrift beinahe über den Haufen geworfen

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Beinahe ins Auge gegangen: Linksaußen Tim Remer macht Bekanntschaft mit dem Magdeburger Damgaard.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. „SCM in Lübbecke erfolgreich“. Die Kollegin von der Magdeburger Volksstimme hatte die Überschrift ihres Artikels schon zur Halbzeit fertig und auf dem Laptop-Bildschirm stehen. Doch so einfach war es nicht. Erst nach großem Kampf und zwischenzeitlicher 27:26-Führung gab sich der TuS N-Lübbecke dem Vorjahresvierten und Europapokalteilnehmer geschlagen – mit einem Tor, wie schon vor einer Woche in Eisenach.

„Die Enttäuschung ist riesig. Wieder mit einem Tor verloren. Und das, nachdem wir uns so zurückgekämpft haben“, seufzte Christian Klimek. Den Hauptgrund für die 28:29 (14:18)-Niederlage am Samstag Abend in der Merkur-Arena sah der Kreisläufer der Gastgeber in der ersten Halbzeit: „18 Gegentore, das ist zu viel.“

Trotzdem hätte es beinahe noch gereicht. In doppelter Unterzahl geriet Lübbecke mit 15:20 (35.) ins Hintertreffen, steckte mit einem von Bobby Schagen verworfenen Siebenmeter einen weiteren Rückschlag weg und kämpfte sich – unterstützt von den nur 1753, jedoch begeistert mitgehenden Zuschauern – Tor um Tor heran. Beim 22:22 (46.) durch Vuko Borozan war der Gleichstand geschafft.

„Wir hatten sehr viel Leidenschaft und Kampf in unserem Spiel. Eine klare Steigerung gegenüber unserem Auftritt in Eisenach“, betonte Goran Suton. Bei seiner Heimpremiere als TuS-Coach sah der 47-jährige Kroate seine Mannschaft auch nach dem 22:24, 23:25 und 24:26 (52.) zurückkommen und mit Toren von Schöngarth, Pieczkowski und erneut Schöngarth das 27:26 (55.) vorlegen. „Wir haben die Aufholjagd mit der Führung gekrönt. Wenn wir auf zwei Tore erhöht hätten, glaube ich nicht, dass sich Magdeburg davon noch einmal erholt“, so Suton.

Ausgerechnet ein Ex-Lübbecker machte in der spannenden Schlussphase den Unterschied aus. An alter Wirkungsstätte entschärfte Dario Quenstedt die Würfe von Schöngarth und Borozan, was Weber und Damgaard mit dem 27:28 und 27:29 (58.) beantworteten. Mit seinem sechsten Treffer verkürzte Tim Remer auf 28:29, worauf Lübbeckes erfolgreichster Torschütze Niclas Pieczkowski an Quenstedt scheiterte und die erste Chance zum Ausgleich ausließ. Die zweite eröffnete sich, als Magdeburgs Spielmacher Marko Bezjak einen Fehlpass spielte, die Gastgeber noch einmal in Ballbesitz kamen und in Benjamin Herth einen zusätzlichen Feldspieler brachten. Nach Foul und Freiwurf blieben allerdings nur noch zwei Sekunden, Schöngarth nahm den letzten Versuch, doch Dario Quenstedt parierte auch diesmal.

Quenstedt macht

den Unterschied

„Jetzt mit leeren Händen dazustehen, tut natürlich weh. Doch wir können einige positive Dinge aus dem Spiel mitnehmen“, filterte Benjamin Herth heraus. Der Neuzugang aus Lemgo hatte ein Spiel gesehen, „in dem wir Höhen und Tiefen hatten und in das wir uns zurückgekämpft haben“. Ähnlich sah es Rechtsaußen Ramon Tauabo: „Das war eine ganz andere Leistung als in Eisenach. Wir haben gezeigt, dass wir es viel besser können.“

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