Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke zum Kellerduell nach Stuttgart

„Können noch immer etwas Gutes aus Saison machen“

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Küsschen für den Kapitän: Nikola Blazicko will mit den Lübbeckern im Kellerduell beim TVB Stuttgart den ersten Sieg holen, den auch Trainer Goran Suton dringend braucht.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. „Wir können noch immer etwas Gutes aus dieser Saison machen.“ Nikola Blazicko weiß, wovon er spricht. Seit 2007 steht der Torhüter beim TuS N-Lübbecke unter Vertrag und hat in dieser Zeit alle Höhen und Tiefen beim ostwestfälischen Handball-Bundesligisten hautnah miterlebt. Diesmal ist es ein auf 1:21-Punkte angewachsenes Tief, das der langjährige Kapitän und seine Teamkollegen zu durchschreiten haben – und aus dem die Lübbecker heute Abend im Auswärtsspiel beim Vorletzten TVB Stuttgart (20.15 Uhr) ein kleines Stück heraus klettern wollen.

„Wir waren schon in einigen Spielen dicht dran, haben aber kein Glück gehabt. Jetzt sind wir einfach mal dran und wollen das Glück auf unsere Seite ziehen“, betont Nikola Blazicko und wünscht sich von seiner Mannschaft heute Abend in der Scharrena in Stuttgart „einen mutigen Auftritt“.

Der 38-jährige stand zuletzt in der zweiten Halbzeit des Pokalspiels gegen Magdeburg (34:39) im Lübbecker Kasten und dort hinter einer schwachen Deckung auf verlorenem Posten. „Mir sind die 39 Gegentore nicht egal“, so Blazicko, dem der Ärger über diese Leistung noch anzumerken ist. „Wir haben die Qualität, um am Samstag in Stuttgart zu gewinnen. Doch die Einstellung wird enorm wichtig sein“, ergänzt der Mannschaftsführer vielsagend.

Auch der weiterhin in der Kritik stehende Trainer Goran Suton weiß um die Bedeutung des Duells Vorletzter gegen Letzter. „Für uns geht es darum, in der Tabelle den Anschluss zu den anderen Mannschaften zu finden. Wir wollen in Stuttgart gewinnen und danach in den Heimspielen punkten. Vielleicht können wir dann schon Ende des nächsten Monats die Abstiegsplätze verlassen“, malt Suton, unter dessen Regie in elf Spielen kein einziger Sieg gelang, ein positives Bild.

Warum seine Mannschaft diesen Siegeswillen am vergangenen Samstag beim bisherigen einzigen Punktgewinn gegen Leipzig zeigte, ein paar Tage später im Pokalspiel gegen Magdeburg aber schon wieder vermissen ließ, vermag der Kroate nur mutmaßend zu beantworten. „Vielleicht waren die Spieler mit ihren Gedanken schon in Stuttgart...“

„Ich persönlich

bin sehr unzufrieden“

„Mit der Leistung gegen Magdeburg kann niemand zufrieden sein“, ergänzt sein Landsmann Nikola Blazicko und schlägt vor dem Kellerduell unmissverständliche Töne an: „Ich persönlich bin mit unserer Situation sehr unzufrieden. Wenn du in der Handball-Bundesliga Punkte holen willst, musst du selbstbewusst auftreten, dann ist es auch egal, was der Gegner oder der Schiedsrichter macht. Genau das müssen wir jetzt endlich hinbekommen. Wir brauchen zwei Punkte.“

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