Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke heute bei HSV Handball zu Gast

Mit geschlossenem Auftritt zum Sieg

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Linksaußen Tim Remer glaubt fest an einen Sieg in Hamburg.

Lübbecke - Von Melanie Russ. Die Enttäuschung über den verschenkten Sieg im Heimspiel gegen Hannover-Burgdorf sitzt noch tief. „Wir hatten es selbst in der Hand“, trauerte Dirk Beuchler, Trainer des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke, am Donnerstag noch der in letzter Sekunde vergebenen Chance auf zwei Punkte nach, die gerade nach den knappen Niederlagen in den vergangenen Monaten Gold wert gewesen wären. Heute (Anwurf 15 Uhr) sind die Lübbecker in Hamburg zu Gast. Mit einem Sieg könnten sie die Stimmung ein bisschen heben und die kritischen Stimmen zumindest für eine Weile verstummen lassen.

Wie sehr die momentane Situation an den Nerven zehrt, zeigte eine Auseinandersetzung zwischen Jens Schöngarth und Drago Vukovic unmittelbar nach dem Abpfiff. Beide lieferten sich einen heftigen verbalen Schlagabtausch. „Das ist aus der Welt geschafft“, will Beuchler keine Zweifel an der Harmonie im Team aufkommen lassen. Beide seien sehr emotionale Menschen. Sie hätten sich deutlich die Meinung gesagt, damit sei die Sache erledigt.

„Wir müssen das Spiel vergessen und nach vorne schauen“, will Beuchler das Kapitel Hannover möglichst schnell vergessen. Das würde natürlich am besten mit einem Sieg beim HSV Handball gelingen. „Wir haben gut trainiert, im Team herrscht gute Stimmung“, ist Beuchler zuversichtlich, dass es dieses Mal mit zwei Punkten klappt. Aber: „Jeder muss sehen, dass er sich optimal vorbereitet“, verlangt er von seiner Mannschaft höchsten Einsatz und warnt zugleich davor, die Hamburger, die in der Tabelle zwei Punkte vor den Rot-Schwarzen stehen, zu unterschätzen. „Es ist eine ausgeglichene, immer noch gute Mannschaft.“ Beuchler hebt vor allem die starken Rückraumschützen Richard Hanisch und Pascal Helms und den konstant spielenden Johannes Bitter im Tor an.

Der TuS N-Lübbecke muss in Hamburg verletzungsbedingt auf Jens Schöngarth verzichten. Als Folge wird Gabor Langhans wohl mehr oder weniger durchspielen müssen. Allerdings kann Frank Loke wieder auflaufen und im Angriff für Entlastung sorgen, wenn Christian Klimek eine Pause braucht.

Dirk Beuchler macht klar, dass er die zwei Punkte aus Hamburg unbedingt mitnehmen will, denn in der unteren Tabellenhälfte ist es verdammt eng. Erwischt man eine schlechte Serie, rutscht man schnell nach unten durch. Wie der Trainer ist auch Teammanager Zlatko Feric sehr zuversichtlich. „Wir haben sicherlich keine schlechte Mannschaft. Die Frage ist, ob wir das abrufen können. Wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten, sind wir stark genug. Wir können und müssen den Erfolg suchen“, gibt auch er einen Sieg als Ziel aus.

Linksaußen Tim Remer hat schon einige Erfahrung mit den Hamburgern gesammelt. „Manchmal haben wir gut und manchmal schlecht gespielt“, gibt sich der mit acht Serien dienstälteste Spieler des TuS N-Lübbecke gelassen. „Wir wissen, was wir können. Wir müssen es nur abrufen.“ Als großen Rückschlag empfindet er das Unentschieden gegen Hannover nicht. „Wir haben gut gekämpft und waren ganz nah an einem Sieg. Aber vielleicht waren wir nicht die schlauere Mannschaft.“ Auch der eine Punkt könne am Ende der Saison aber Gold wert sein.

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