TuS N-Lübbecke heute zu Gast beim THW Kiel

Ohne Druck gegen „harte Nuss“ an der Ostseeküste

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Der Ex-Kieler Alex Pajovic warnt davor, das schnelle Tempo des THW mitzugehen.

Lübbecke - Unmittelbar nach dem Spiel am Samstag wollten sich TuS-N-Lübbecke-Trainer Dirk Beuchler und sein Melsunger Gegenüber Michael Roth nicht zu der überschaubaren Schiedsrichterleistung äußern. Im Vorgespräch zur nächsten Handball-Bundesliga-Partie beim THW Kiel heute Abend (Anwurf 20.15 Uhr) brach sich Beuchlers Frustration dann aber doch Bahn.

Ein paar Fehlentscheidungen gebe es in jedem Spiel, das sei normal. Brauer und Holm hätten aber zu viele nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen und dadurch zusätzlich Unruhe ins Spiel gebracht. Unter anderem spricht der TuS-Trainer einen Siebenmeter für Melsungen in der 23. Minute an. Nachdem Michael Allendorf verworfen hatte, entschied das Schiedsrichtergespann auf Wiederholung, weil Ales Pajovic hinter dem Schützen zu früh über die Neun-Meter-Linie getreten war. Der zweite Versuch ging ins Tor. „Das passiert in jedem Spiel und wird nie gepfiffen“, echauffiert sich Beuchler, ohne allerdings den Schiedsrichtern die Schuld für den verschenkten Sieg geben zu wollen. Denn letztendlich ließen die Lübbecker auch durch eigene Fehler wichtige Tore liegen.

Deutlich fröhlicher stimmt da der Blick auf das nächste Spiel. Gegen den amtierenden Meister und aktuellen Tabellenzweiten THW Kiel haben die Lübbecker nichts zu verlieren. Die Favoritenrolle liegt klar beim Gastgeber. „Es ist eines der wenigen Spiele, in denen kein Druck auf uns lastet“, blickt Team-Manager Zlatko Feric mit Vorfreude auf eines der Saison-Highlights in der 10000 Zuschauer fassenden Sparkassen-Arena. „So ein Ambiente hat man selten.“ Natürlich dürfe die Mannschaft nicht fahrlässig mit ihren Chancen umgehen, doch sie solle Spaß haben.

Die gleiche Devise gibt auch Trainer Beuchler aus. „Gegen so einen Gegner zu spielen, soll Spaß machen.“ Das bedeutet allerdings nicht, dass das Auswärtsspiel zu einem Betriebsausflug wird. Der Anspruch der Ostwestfalen, die sieben ihrer acht Punkte auswärts holten, ist ganz klar, sich so gut es geht zu präsentieren und Kiel so lange wie möglich zu ärgern.

„Der THW macht es mit seiner 3:1-Deckung jedem Gegner schwer. Und wenn die Gegenstoßmaschinerie erstmal läuft, ist sie nur schwer aufzuhalten“, so Beuchler. Ein Grund, in Ehrfurcht zu erstarren, ist die mannschaftliche und individuelle Stärke Kiels aber nicht. „Man muss Respekt haben, wenn man gegen so eine Weltauswahl spielt, den haben wir auch.“ Seine Mannschaft habe sich in dieser Saison auswärts aber immer gut präsentiert, rechnet sich Beuchler durchaus eine kleine Chance aus. Grund zum Optimismus gibt ihm die ansprechende Lübbecker Leistung gegen Melsungen. „Wir waren körperlich und kämpferisch sehr präsent.“ Gegen Kiel müsse die Mannschaft daran anknüpfen und ebenfalls eine sehr gute Leistung abrufen.

Routinier und Ex-Kieler Ales Pajovic warnt davor, sich vom THW das Spiel diktieren zu lassen. „Wir müssen unser Spiel spielen. Wenn wir so schnell spielen wie Kiel, bekommen wir 40 Gegentore.“ Der THW habe in diesem Jahr zwar nicht so überragend gespielt wie in der Vergangenheit, weil er drei neue Rückraumspieler in die Mannschaft integrieren musste, er sei aber in den vergangenen Spielen immer besser geworden. Pajovic: „Das wird eine sehr harte Nuss.“

mer

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