Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke spielt heute Abend beim SC Magdeburg

Perkovac: „Erleichterung? Bei mir nicht“

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Niclas Pieczkowski war im Hinspiel gegen Magdeburg mit acht Toren bester Schütze für den TuS N-Lübbecke. Archivfoto: Pollex

Lübbecke - Von Maik Hanke. Die Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende scheint bei allen beim TuS N-Lübbecke riesengroß. Bei allen? „Bei mir nicht“, sagt Trainer Goran Perkovac und tritt vor dem Handball-Bundesliga-Spiel in Magdeburg (heute, 19 Uhr) auf die Euphorie-Bremse. „Wir müssen weiter Punkte sammeln, haben weiter einen großen Rückstand.“

Perkovac sagt, es sei ihm völlig egal, ob sein Team heute Abend gegen Kiel, Barcelona oder eben den SC Magdeburg antritt. „Wir sind in der Situation, da spielt es keine Rolle, wer unser Gegner ist.“

Seine Mannschaft ist immer noch Tabellensiebzehnter und Abstiegskandidat Nummer eins – trotz eines Rückrundenstarts mit zwei Spielen ohne Niederlage.

„Es ist utopisch, zu glauben, dass wir in Magdeburg auf jeden Fall Punkte holen werden.“ Auch Team-Manager Zlatko Feric bleibt Realist: „Die Favoritenrolle liegt jedenfalls nicht beim TuS.“

Magdeburg ist mit 18:22 Punkten zurzeit Tabellenzehnter, erlebt eine Saison wie eine Berg- und Talfahrt, sagt Perkovac. Daher sei das Team schwer einzuschätzen. Nominell gehöre es für ihn zu den fünf besten der Liga. Die Abwehr sei ein Bollwerk, die Halle ein Hexenkessel. „Da ist es für jede Mannschaft schwer, die Punkte mitzunehmen.“

Im Europapokal gab es für Magdeburg zuletzt zwar einen knappen Sieg gegen Dinamo Bukarest, in der Bundesliga lief es aber nicht rund. Wie die Lübbecker spielte Magdeburg Unentschieden gegen Hannover-Burgdorf. In der Woche davor setzte es eine 28:31-Niederlage gegen den SC DHfK Leipzig. „Eine miserable Vorstellung“, sagt Perkovac und wittert eine Chance für sein Team.

„Wir müssen sehr diszipliniert spielen – keine technischen Fehler machen und die Bälle herschenken“, sagt der Coach. Es werde auf die Tagesform ankommen. Und die Vergangenheit habe gezeigt, dass Magdeburg für Lübbecke tendenziell ein „angenehmer Gegner“ sei. Das Hinspiel ging allerdings knapp mit 28:29 verloren.

Personell kann Perkovac voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Gabor Langhans. Perkovac glaubt aber, dass er fürs Spiel bereit ist. Sonst sei Pontus Zetterman, der neue Schwede im Team, in der Lage, ihn zu ersetzen.

Hintergrund: Wiedersehen mit Jens Schöngarth

„Was früher war, ist vorbei. Morgen ist ein neues Spiel“, sagte Nikola Blazicko gestern bei der Pressekonferenz des Vereins vor dem Bundesliga-Spiel gegen Magdeburg. Vorbei ist für den Torhüter des TuS N-Lübbecke auch, dass er im vergangenen Spiel seiner Mannschaft mit einer Parade in letzter Sekunde den Sieg gegen den HBW Balingen-Weilstetten gerettet hat. „Das spielt keine Rolle mehr am Tag, wenn das nächste Spiel ist. Das ist Geschichte.“ Der Blick dürfe nur nach vorne gehen.

Heute trifft Blazicko auch auf einen alten Kollegen. Rückraumspieler Jens Schöngarth hatte Lübbecke in der Winterpause verlassen und war nach Magdeburg gewechselt. „Vielleicht nutzen uns die Sachen, die wir über ihn wissen“, sagt Blazicko – ohne zu verraten, welche das sind. „Bestimmt gibt es aber auch Sachen, die er über Matevs [Skok, d. Red.] und mich weiß.“

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