Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke in der Hauptstadt klarer Außenseiter

14 Ich-AGs in Rot-Schwarz?

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Außenspieler Tim Remer (links), Gabor Langhans und Niclas Pieczkowski hoffen auf eine Trendwende gegen Berlin – auch wenn sie als Außenseiter in die Hauptstadt fahren.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Gute Nachrichten verbunden mit Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke sind in diesen Tagen selten, deshalb diese vorweg: Trotz einer Serie von 13 Spielen ohne Sieg ist das rettende Ufer für den Tabellenletzten nicht weit weg, auch die anderen Mannschaften im Tabellenkeller kriegen wenig hin. Schon zwei Siege würden die Lübbecker auf einen Nichtabstiegsplatz klettern lassen. Der Haken daran: Der TuS N-Lübbecke hat noch kein einziges Spiel gewonnen und wird daran heute Abend in der Max-Schmeling-Halle bei den Füchsen Berlin (Anwurf 19 Uhr) voraussichtlich nichts ändern können.

„Wenn wir die Halbzeiten der vergangenen Spiele zusammenfügen, hätten wir schon ein paar Punkte mehr“, meint Zlatko Feric. In seinem ersten Spiel am Samstag gegen Gummersbach (25:28) bekam der Interimstrainer die volle Breitseite der aktuellen Problematik ab. „In der ersten Halbzeit waren wir fokussiert, die Mannschaft hat einfach gespielt und funktioniert, ohne sich Gedanken zu machen. Doch als es nach der Halbzeitpause nicht mehr lief und die ersten Fehler kamen, haben die Spieler angefangen nachzudenken und sind wieder in diese Spirale geraten“, so Feric.

Bei Tim Remer hört sich das unverblümt so an: „Wir Außenspieler kriegen im ganzen Spiel einen Ball, die anderen schießen aus 15 Metern. Danach gucken wir einander doof an. Das nervt.“ Und der dienstälteste Spieler des TuS N-Lübbecke legt den Finger noch ein wenig tiefer in die Wunde: „In der ersten Halbzeit haben wir gespielt, als Team, in der zweiten waren nur noch Ichs auf dem Feld. Nach dem Motto: Ich will zeigen, dass ich gut bin.“

14 Spieler im gleichen Trikot als Ich-AG? Diesen Eindruck möchte Trainer Zlatko Feric so nicht unterschreiben. „Es ist kein Geheimnis, dass ich nach der Partie gegen Gummersbach auf einige Spieler sauer war, weil sie sich nicht an die Absprachen gehalten haben. Trotzdem nehme ich sie vor dem Training wieder in den Arm. Warum? Weil sie Hilfestellung von mir als Trainer erwarten.“ Heute Abend in Berlin werde man es wieder versuchen. „Dort wollen wir uns als Team zeigen, und zwar nicht nur 30 Minuten.“

Wiedersehen

mit Vukovic

Für TuS N-Lübbeckes Urgestein Zlatko Feric dürfte es ein komisches Gefühl werden: Drago Vukovic im Trikot des Gegners. Mit dem langjährigen Leistungsträger des TuS N-Lübbecke gibt es heute Abend ein Wiedersehen, diesmal als Führungsspieler der Füchse Berlin. „Er ist in seiner neuen Mannschaft auf Anhieb ein wichtiger Ruhepol geworden“, betont Feric voller Respekt. Mit dem mittlerweile 32-jährigen Rückraum- und Abwehrspieler verbinde ihn eine Freundschaft, die über die Farbe des Trikots hinaus gehe. In Torhüter Silvio Heinevetter, Spielmacher Petar Nenadic und Nationalspieler Fabian Wiede haben die Berliner weitere Leistungsträger in ihren Reihen. Andererseits hat der Tabellensechste in Paul Drux, Mattias Zachrisson, Denis Spoljaric und Bartlomiej Jaska auch eine namhafte Ausfallliste.

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