Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke geht in Wetzlar 24:33 unter

Ohne Sieg ins neue Jahr

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Auch mit dem neuen Trainer Goran Perkovac bleibt der TuS N-Lübbecke ohne Sieg.

Lübbecke - Ohne einen einzigen Sieg in der laufenden Saison beendet der TuS N-Lübbecke das Jahr 2015. Zum Abschluss kassierte der Tabellenletzte der Handball-Bundesliga am zweiten Weihnachtstag eine schmerzliche 24:33 (12:18)-Niederlage in der Wetzlarer Rittal Arena und offenbarte dabei erneut eklatante Schwächen in Defensive und Offensive.

Die Vorgaben ihres neuen Trainers Goran Perkovac – aggressive Deckung, schnelles Spiel nach vorne – konnten die Lübbecker zu keinem Zeitpunkt wirkungsvoll umsetzen. „Wir haben heute das komplette Gegenteil von dem gemacht, was wir uns vorgenommen hatten“, räumte Perkovac ein. Die Deckung agierte schwach, Tempogegenstöße gelangen kaum, und es wurden wieder zu viele hundertprozentige Torchancen ausgelassen. Dabei hatten sich Mannschaft und Trainer trotz des Ausfalls von Jens Schöngarth und Benjamin Herth für das letzte Spiel des Jahres viel vorgenommen, wollten so mutig spielen wie über weite Strecken beim letzten Heimspiel gegen den HSV Handball. „Wir waren mit dem Rücken zur Wand und hätten unbedingt punkten müssen“, so Perkovac. Wegen des großen Drucks und der hohen Erwartungen habe die Mannschaft verklemmt gespielt, analysierte der TuS-Trainer, für den der Wetzlarer Sieg „mehr als verdient“ ist.

Die Hoffnung auf weitere Punkte für die Lübbecker wurde schon in der Anfangsphase der Partie zerstört. Nur zwei Tore in den ersten neun Minuten ließen bereits erahnen, wie der Abend endet. Ab dem 1:1 in der vierten Spielminute lief der TuS N-Lübbecke einem Rückstand hinterher, den er bis zum 9:7 (18.) zwar überschaubar halten konnte, danach aber zog die HSG Wetzlar, die im Mittelblock wieder auf Kristian Bliznac neben Evar Klesniks setzen konnte, Tor für Tor davon. Zweimal Wetzlars bester Schütze Maximilian Holst und Vladan Lipovina bauten die Führung auf 18:11 (30.) aus und sorgten damit praktisch schon für die Vorentscheidung. Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber da weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatten und spielten bis zur 38. Minute ihre erste Zehn-Tore-Führung heraus, die sie bis zum Ende sicher verwalteten.

Der einzige Lichtblick am zweiten Weihnachtstag: Die Handball-Bundesliga geht wegen der Europameisterschaft in eine lange Winterpause, die dem TuS N-Lübbecke die Möglichkeit bietet, sich bis zum 13. Februar in Ruhe neu aufzustellen und die verletzten Spieler des mit 14 Mann ohnehin schmal besetzten Kaders wieder an die Mannschaft heranzuführen. Perkovac will die Zeit auch nutzen, um an der Physis seiner Mannschaft zu arbeiten. „Wir müssen mehr laufen und mehr Krafttraining machen.“ Die Hoffnung auf den Klassenerhalt gibt der 53-jährige Kroate trotz des inzwischen auf sechs Punkte angewachsenen Rückstands auf einen Nichtabstiegsplatz nicht auf.

mer

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