Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke geht bei Löwen mit 20:32 unter

Nach Kräften gewehrt, aber chancenlos

+
TuS N-Lübbeckes Trainer Goran Suton stellte seine Mannschaft mehrfach um, doch den starken Löwen hatte sie in keiner Konstellation viel entgegenzusetzen.

Lübbecke - Von Melanie Russ. Die Niederlage war einkalkuliert, doch in der Höhe hatte sie Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke nicht erwartet. Mit 20:32 (12:19) ging der Tabellenletzte am Samstagabend bei Spitzenreiter Rhein-Neckar-Löwen unter und wartet damit weiter auf den ersten Punkt.

Zweifel an ihrem achten Liga-Sieg ließen die auch international noch ungeschlagenen Löwen zu keinem Zeitpunkt aufkommen. Die Gastgeber waren von Beginn an das bessere Team und überzeugten mit einer konzentrierten Defensivarbeit und schnellen Tempogegenstößen. Beim TuS N-Lübbecke erwies sich dagegen vor allem in der zweiten Halbzeit die Defensive als größte Baustelle. Auch in der Offensive lief bei den Rot-Schwarzen nach dem Seitenwechsel kaum noch etwas zusammen. Nur acht Mal brachten sie den Ball im gegnerischen Tor unter – zu wenig, um die Löwen auch nur ansatzweise unter Druck zu setzen.

Dass es ein hartes Stück Arbeit für Nettelstedt werden würde, deutete sich schon in der Anfangsphase an. Nach dem 0:1 dauerte es acht Minuten, bevor Bobby Schagen per Siebenmeter den zweiten Ball für die Gäste versenkte. Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer, mit neun Treffern bester Schütze der Gastgeber, hatte zuvor zum 5:1 verwandelt. Kämpferisch hielt der TuS N-Lübbecke in der ersten Halbzeit zwar gut dagegen, doch fehlte die Feinabstimmung.

Bis zur Schlussminute lief der TuS zumeist einem Sechs-Tore-Rückstand hinterher. Zwar verkürzte Ramon Tauabo in der 29. Minute auf 17:12, doch Gensheimer brachte die Löwen im Gegenzug mit einem Doppelschlag erstmals mit sieben Toren in Front.

Im zweiten Durchgang verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung und nutzten die immer größer werdenden Lücken in der TuS-Abwehr konsequent aus. In der 46. Minute nahm der TuS-Trainer nochmal eine Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen, doch die Niederlage war zu diesem Zeitpunkt beim Stand von 25:15 bereits besiegelt.

Nach der Partie zeigte sich Suton beeindruckt von dem Spiel der Löwen in dieser Saison. „Wir haben uns gewehrt und viel rotiert in der Hoffnung, dass wir eine Aufstellung finden, die dagegen halten kann“, resümierte er. Zwar ist die Niederlage nach seiner Einschätzung etwas zu hoch ausgefallen, „aber wir sind auch selbst Schuld, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben“, sagte Suton mit Blick auf einige unnötige Ballverluste seiner Mannschaft in der Schlussphase.

„Wir sind natürlich nicht zufrieden damit“, bewertete Rückraumspieler Benjamin Herth die Partie. „Wir hatten oft Probleme mit der aggressiven und offensiven Abwehr der Löwen“, so Herth, der am Samstag schon auf das nächste Heimspiel gegen MT Melsungen blickte. „Ich denke, da kommt eine gute Mannschaft, aber wenn wir unser Potenzial abrufen, ist ein Sieg möglich.“

Polizei nach Manchester-Anschlag: Abedi hatte Hintermänner

Polizei nach Manchester-Anschlag: Abedi hatte Hintermänner

Laura Siegemund verletzt sich in Nürnberg schwer

Laura Siegemund verletzt sich in Nürnberg schwer

Zirkus Charles Knie in Wagenfeld

Zirkus Charles Knie in Wagenfeld

Pitt, Messi & Co.: Diese Autos fahren die Reichen und Schönen

Pitt, Messi & Co.: Diese Autos fahren die Reichen und Schönen

Kommentare