Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke geht in Göppingen mit 19:27 unter

Herber Dämpfer statt Befreiungsschlag

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Redebedarf: Gabor Langhans (r.) und Drago Vukovic werden den ernüchternden Auftritt in Göppingen aufarbeiten müssen. Für den TuS N-Lübbecke ein Rückfall in alte Zeiten.

Göppingen/Lübbecke - Von Andreas Gerth. Herber Dämpfer statt Befreiungsschlag: Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke kassierte am Samstagabend im Auswärtsspiel bei Frisch-Auf Göppingen mit 19:27 (8:11) eine seiner höchsten Saisonniederlagen. Entwarnung im Abstiegskampf gibt es somit noch nicht.

Anstatt, wie erhofft und angekündigt, den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt zu machen, boten die Ostwestfalen vor den 4800 Zuschauern in der EWS-Arena eine erbärmliche Angriffsleistung. Vier Minuten vor dem Abpfiff lag das Team von Sead Hasanefendic mit zwölf Toren (15:27) hinten. Mit den letzten vier Toren der Partie wurde das Ergebnis noch geschönt.

Nationalspieler Niclas Pieczkowski war aufgrund von Rückenproblemen nicht im Kader, ebenso Kreisläufer Frank Loke (Daumenbruch), Christian Dissinger ging angeschlagen in die Begegnung. Zudem fiel Maximilian Schubert nach wenigen Minuten aus, da er sich nach einem Foul während eines Tempogegenstoßes an der Schulter verletzte. Damit den vor allem in der zweiten Halbzeit total enttäuschenden Auftritt erklären zu wollen, wäre allerdings verfehlt.

Dabei hatte die Partie für den Gast durchaus vielversprechend begonnen. Mit 3:1 und 4:2 (11.) gingen die Lübbecker in Front, danach blieben sie bis zum 6:6 (19.) auf Augenhöhe. Erst Ende der ersten Hälfte vermochten sich die um einen Europapokalplatz kämpfenden Gastgeber einen Drei-Tore-Vorsprung herauszuspielen.

Auch bis Mitte der zweiten Halbzeit deutete noch nicht viel auf einen Kantersieg der Göppinger hin. Bis zum 14:18 (44.) lag der TuS in Schlagweite. Doch eine mehrminütige Durststrecke und ein Fünf-Tore-Lauf der Hausherren zum 23:14 (49.) leiteten das Lübbecker Debakel ein.

Schwacher Rückzug und viele technische Fehler

„In der zweiten Halbzeit stand die Verteidigung nicht mehr, wir hatten ein schwaches Rückzugsverhalten und im Angriff viel zu viele technische Fehler. Insgesamt bin ich nicht zufrieden mit der Leistung meiner Spieler“, kritisierte Sead Hasanefendic. Unter seiner Regie war es nach zuvor 7:1- unkten nun die zweite Niederlage in Folge. Und der Negativlauf könnte durchaus weitergehen, denn am kommenden Samstag, 23. Mai, stellen sich die Rhein-Neckar Löwen als Tabellenzweiter in der Merkur-Arena (Anwurf 19 Uhr) vor.

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