Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke nur 33:33

Verschenkter Sieg und ein wackelnder Trainer

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Leerer Blick: Jens Schöngarth drehte im zweiten Durchgang auf und erzielte elf Treffer, doch auch die reichten dem TuS N-Lübbecke nicht zum Sieg im Duell Vorletzter gegen Letzter.

Stuttgart/Lübbecke - Von Andreas Gerth. Ein verloren geglaubtes Spiel gedreht, in der Schlussphase mit drei Toren geführt und am Ende doch wieder nicht gewonnen: Für den TuS N-Lübbecke ging die Serie der sieglosen Spiele am Samstagabend auch im Kellerduell beim TVB Stuttgart weiter.

Auch im zwölften Punktspiel als Trainer des TuS N-Lübbecke ohne Sieg: Goran Suton.

Die Gastgeber, die zur Halbzeitpause mit 20:13 geführt hatten, verwandelten mit Ablauf der Spielzeit einen Siebenmeter zum 33:33, das sich für die Lübbecker wie eine Niederlage anfühlte. Freude über den zweiten Punktgewinn der Saison mochte bei den Lübbeckern wie schon vor einer Woche beim 24:24 gegen Leipzig nicht aufkommen. Sie hatten nach indiskutabler Leistung in der ersten Halbzeit die Partie gedreht und in den Schlussminuten beim 30:27 (55.) und 32:29 (57.) den ersehnten ersten Saisonsieg zum Greifen nah gehabt. Doch auch diesmal hielten die Nerven nicht.

Zeitstrafen gegen Christian Klimek und Jens Schöngarth sowie ein mit Rot und Siebenmeter bestraftes Foul von Jens Bechtloff brachten Lübbecke um den doppelten Punktgewinn. Ausgerechnet Bechtloff, der als Fünfjähriger mit dem Handballspielen beim TV Bittenfeld (Stuttgart) begann.

Trotzdem war TuS-Trainer Goran Suton nach der nervenaufreibenden Partie um eine positive Sicht der Dinge bemüht. „Es ist unglaublich mit welcher Moral und Leistung die Mannschaft in der zweiten Halbzeit die Tore aufgeholt hat“, sagte Suton, der auch in seinem zwölften Bundesligaspiel als Trainer des TuS N-Lübbecke keinen Sieg erzielen konnte. Trotz der Aufholjagd muss sich der Kroate die Frage gefallen lassen, warum seine Mannschaft im wegweisenden Kellerduell beim Vorletzten 30 Minuten lang weder Zugriff noch Einstellung fand.

Aufsteiger Stuttgart, der in Lars Friedrich einen seiner besten Spieler zu ersetzen hat, nutzte dies zu 20 Toren im ersten Durchgang. 30 Minuten ohne

Zugriff und Einstellung

Bis dahin fanden die Lübbecker in der Abwehr – wieder einmal – nicht statt. Weder Torwart Nikola Blazicko noch der für ihn eingewechselte Matevz Skok waren ein Faktor hinter der passiven Deckung. Doch immerhin: Mit Wiederanpfiff ging ein Ruck durch das Team. Vor allem Jens Schöngarth drehte auf und brachte es am Ende auf elf Treffer. Auch Trainersohn Tim Suton zeigte sich und war sechsmal erfolgreich. Doch das reichte nicht, weil Niclas Pieczkowski, Vuko Borozan und Gabor Langhans unglücklich agierten und der TuS N-Lübbecke wieder einmal keine komplette Mannschaftsleistung aufs Parkett bekam.

Ob Goran Suton trotzdem als Trainer des Tabellenletzten weitermachen darf, müssen die Gespräche in den nächsten Tagen zeigen. Bis zum nächsten Spiel am Samstag, 14. November (19 Uhr), in eigener Halle gegen den VfL Gummersbach wäre jedenfalls Zeit für eine Veränderung.

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