Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke nur 25:25 gegen Hannovers Restaufgebot

Große Enttäuschung nach verschenktem Sieg

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Dirk Beuchler wirkte bei der Pressekonferenz angeschlagen. Die Leistung seiner Mannschaft gegen einen ersatzgeschwächten Gegner schlug auch ihm aufs Gemüt. Fotos (2): Pollex

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Enttäuschung. Riesengroße Enttäuschung. Der TuS N-Lübbecke hat den Sieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf verdaddelt. Die Gäste tanzten und feierten das 25:25 wie einen Sieg. Und die Spieler von Dirk Beuchler ? Die waren ganz schnell in der Kabine verschwunden.

Nach dem letzten der unzähligen Ballverluste des TuS N-Lübbecke stürmte Kai Häfner drei Sekunden vor Spielende zum Ausgleich – und traf die Gastgeber im Mark. „Wir sind alle enttäuscht, weil wir es selbst in der Hand hatten. Letztlich haben wir zu viele freie Bälle verworfen“, klagte Trainer Dirk Beuchler.

Gabor Langhans war mit fünf Treffern Lübbeckes erfolgreichster Torschütze, ansonsten kam aus dem Rückraum herzlich wenig.

Naiv, wie seine Mannschaft in Person von Niclas Pieczkowski den Ball kurz vor Schluss noch einmal hergab und es nicht schaffte, Hannovers Gegenstoß zu unterbinden. Nervenschwach, wie erst Maximilian Schubert (beim Stand von 25:23) und dann auch Richard Wöss (80 Sekunden vor Spielende beim 25:24) zwei Siebenmeter verwarfen. Und besorgniserregend, dass es die bis auf den

In Schlussphase zwei Siebenmeter verworfen

gesperrten Frank Loke komplett angetretenen Lübbecker nicht schafften, den ohne mehrere Stammspieler (Christophersen, Johannsen, Lehnhoff, Patrail, Gudmundsson, Buschmann) und dafür mit einigen Jugendspielern angereisten Gegner in die Knie zu zwingen.

Die Einschätzung von Trainer Dirk Beuchler nach dem Spiel („Uns war klar, dass es schwer wird, weil Hannover immer noch gute Leute an Bord hat“) muss man nicht teilen. Eher schon die von Gästecoach Christoph Nordmeyer: „In unserer schweren Lage ist der Punkt goldwert.“

Seine Resttruppe erwischte in der mit 2100 Zuschauern gefüllten Merkur-Arena den besseren Start und legte zum 7:4 vor. Beuchler rief zur Auszeit, und es schien, als sollte der TuS die Kurve kriegen. Mit einem 6:0-Tore-Lauf wurde das Blatt zum 10:7 gewendet. Hannover konterte Anfang der zweiten Halbzeit noch einmal zum 14:16 (38.), doch beim 18:16 (41.), 20:18, 22:20 (50.), 23:21 und 25:23 (56.) lagen alle Trümpfe beim TuS – doch der machte den Sack nicht zu.

Den Start in die zweite Saisonhälfte hatte man sich beim TuS N-Lübbecke jedenfalls ganz anders vorgestellt. Mit 18:24-Punkten steht die Mannschaft von Dirk Beuchler nur auf Platz 14 der Tabelle – vier Zähler vor den Abstiegsrängen. Am kommenden Samstag, 21. Februar, geht es nach Hamburg, vier Tage später zur SG Flensburg. Bis zum nächsten Heimspiel am Samstag, 28. Februar, gegen die HSG Wetzlar (19 Uhr) könnte der Druck also noch größer werden.

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