Handball-Bundesliga: Lübbecker beim 24:26 nah dran am Punktgewinn

Im Osten nichts Neues: TuS verliert auch in Leipzig

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Das Leipziger Publikum jubelt, die Lübbecker Niclas Pieczkowski (l.) und Gabor Langhans gehen wieder einmal leer aus.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Im Osten nichts Neues. Auch das 18. Saisonspiel am Samstag bei Aufsteiger SC DHfK Leipzig hat Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke nicht den ersten Sieg beschert. Nach dem verwandelten Siebenmeter von Jens Bechtloff zum 24:24 (58.) gelang den Lübbeckern kein Torerfolg mehr, der Tabellenletzte unterlag mit 24:26 (10:13).

„Ich bin traurig und enttäuscht, dass es für uns wieder nicht gereicht hat. Die Chance, das Spiel zu gewinnen, war da“, haderte Trainer Zlatko Feric nach Spiel-ende. Für ihn und Hans-Georg Borgmann war es die sechste Niederlage im sechsten Spiel seit ihrer Übernahme als Trainergespann. Mit 2:34-Punkten ziert der TuS N-Lübbecke weiterhin das Tabellenende. Die Rote Laterne nehmen die Ostwestfalen mit ins letzte Heimspiel des Jahres am kommenden Mittwoch, 23. Dezember (20.15 Uhr), gegen den HSV Hamburg, der den Spielbetrieb trotz gestellten Insolvenzantrags fortsetzt. Ihre katastrophale erste Saisonhälfte schließen die Lübbecker dann am 2. Weihnachtstag auswärts bei der HSG Wetzlar ab.

Einen Vorwurf wollte Feric der Mannschaft nicht machen. „Sie hat bis zum Abpfiff alles gegeben, hat gekämpft und ist nach dem Rückstand in der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel gekommen. Doch das rückt natürlich in den Hintergrund, wenn am Ende keine Punkte dabei herauskommen.“ Immerhin: Wie eine Mannschaft, die sich im Kampf um den Klassenerhalt bereits aufgegeben hat, trat der TuS N-Lübbecke vor den 4100 Zuschauern in der Arena Leipzig nicht auf.

Die von Feric und Borgmann gut eingestellten Gäste erwischten den besseren Start zum 3:1, 4:2 und 5:3. Das 5:6 beantwortete Gabor Langhans mit dem 6:6 (14.). Die erste Schwächephase gab es nach dem 9:10 (21.), als die Lübbecker neun Minuten ohne Torerfolg blieben und mit 9:13 in Rückstand gerieten. „Wir machen zwei Fehlwürfe und lassen uns dadurch aus dem Rhythmus bringen“, monierte Zlatko Feric.

Der bis stark haltene Nikola Blazicko setzte mit dem Treffer zum 11:13 das erste Highlight nach Wiederanpfiff. Er traf aus der eigenen Hälfte in den leeren Leipziger Kasten, als die Gastgeber in Unterzahl ihren Torhüter für einen Feldspieler ausgewechselt hatten. Davon unbeeindruckt legten die Hausherren zum 16:12 (34.), 18:14 (39.) und 20:16 (44.) vor. Entschieden war die Partie aber noch nicht. Der wie entfesselt treffende Vuko Borozan brachte den TuS zurück ins Spiel und auf 20:21 (48.) und 22:23 (53.) heran. Das 23:23 (56.) von Jens Bechtloff per Siebenmeter bedeutete den Ausgleich.

Leipzig verzweifelte in dieser Phase an Nikola Blazicko. Erst Lucas Krzikalla konnte den Lübbecker Kapitän zum 24:23 wieder überwinden. Nach dem 24:24 und einer Zeitstrafe gegen Leipzig lag der Vorteil beim TuS, der jedoch in Überzahl das 24:25 durch den Ex-Mindener Steinert kassierte. Anschließend scheiterten die Lübbecker an Leipzigs Keeper Storbeck, und Marvin Sommer, der im Hinspiel für Leipzig zum 24:24-Endstand getroffen und den Lübbeckern den beinahe sicher geglaubten Heimsieg „geklaut“ hatte, setzte erneut den Schlusspunkt, diesmal zum 26:24. Aus Sicht des TuS N-Lübbecke eine weitere vertane Chance.

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