Handball-Bundesliga: TuS kassiert in Balingen Ausgleich in der Schlusssekunde

23:20-Führung reicht nicht zum Sieg

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Gutes Spiel gemacht: Christian Dissinger.

Balingen/Lübbecke - Von Andreas Gerth. Das ist bitter: Der TuS N-Lübbecke hat eine 23:20-Führung und einen schon beinahe sicher geglaubten Sieg nicht ins Ziel gebracht. Gastgeber HBW Balingen-Weilstetten gelang mit einem in der Schlusssekunde verwandelten Siebenmeter der Ausgleich zum 23:23.

Doch immerhin: Der TuS N- Lübbecke hat seine Niederlagenserie gestoppt. Das gestrige Unentschieden war der erste Punktgewinn seit dem Auftaktsieg in Erlangen. Mit ausbaufähigen 3:7- Punkten geht es am kommenden Samstag, 13. September, ins Ostwestfalenderby zum TBV Lemgo.

Zweimal sah der TuS N-Lübbecke gestern vor den 2140 Zuschauern in der Balinger Sparkassen-Arena wie der Sieger aus. Bei einer 18:13-Führung nach 43 gespielten Minuten und beim 23:20, das Rechtsaußen Richard Wöss in der 57. Minute erzielte. Doch wie schon in den Spielen gegen Minden und Flensburg verabschiedeten sich die Mannen von Dirk Beuchler zu früh aus der Torstatistik. Böhm und Theuerkauf ließen Balingen auf 22:23 herankommen. Den letzten Lübbecker Angriff schloss der ansonsten gute Niclas Pieczkowski mit einem Wurf neben das Tor ab. Quasi mit ihrer letzten Aktion bekamen die Gastgeber einen Siebenmeter zugesprochen, den Denni Djozic zum 23:23-Endstand verwandelte. Danach war sofort Schluss.

Entsprechend enttäuscht gingen die Lübbecker vom Feld, doch mit ein wenig Abstand kehrt vielleicht die Freude über zumindest einen Zähler zurück. Schließlich machten die Lübbecker gestern beim Kiel-Bezwinger vieles richtig.

Einsatz und Abwehrleistung stimmten, dem gegen Kiel überragenden Franzosen Olivier Nyokar gelang gegen Lübbeckes Deckung nur ein Treffer. Auch Balingens zweite Waffe, die gefährlichen Gegenstöße vom Ex-Lübbecker Dennis Wilke, blieb stumpf. Zudem lieferte Christian Dissinger gestern sein wohl bislang bestes Spiel im TuS-Trikot und half die Ausfälle von Vukovic, Pajovic und Loke zu kompensieren.

„Ich denke, wir haben einen Punkt gewonnen“, betonte dann auch Lübbeckes Trainer Dirk Beuchler. „Natürlich tut es weh, wenn man in der letzten Sekunde einen Siebenmeter kassiert, aber man muss die Umstände sehen. Wir sind ohnehin dezimiert und zum Schluss fällt auch noch Christian Dissinger mit einer Handverletzung aus. Die Mannschaft hat alles aus sich herausgeholt, die Kraft war am Ende einfach nicht mehr da. Insgesamt ist dieses Unentschieden gut für die Moral“, so Beuchler weiter.

Beste Schützen für die Rot-Schwarzen waren Christian Dissinger und Jens Schöngarth mit jeweils sechs Toren, sowie Niclas Pieczkowski (5). „Geburtstagskind“ Maximilian Schubert (er wurde gestern 24) verwandelte drei Siebenmeter. Das nächste Heimspiel des TuS folgt am Samstag, 27. September, gegen den HSV Hamburg.

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